Brandenburg für stärkere Kontrolle von Handel mit Wildtieren

Brandenburg für stärkere Kontrolle von Handel mit Wildtieren

Brandenburg setzt sich in der Umweltministerkonferenz mit den anderen Bundesländern für eine stärkere Kontrolle des Handels mit Wildtieren in Deutschland ein. Der unkontrollierte Handel bedrohe nicht nur die Artenvielfalt, sondern auch die Gesundheit des Menschen ganz unmittelbar und global, sagte Umweltminister Axel Vogel (Grüne) am Montag anlässlich des Welttages des Artenschutzes am 3. März. Während die genauen Hintergründe der Corona-Pandemie aktuell international noch untersucht würden, sei bereits klar, dass «unkontrollierte Entnahme und Nutzung von Wildtieren» den Übergang solcher Erreger letztlich ermöglichten, hieß es.

Axel Vogel (Bündnis 90/Die Grünen)

© dpa

Axel Vogel (Bündnis 90/Die Grünen), Brandenburger Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz.

In Brandenburg wurden in der Zeit der Pandemie demnach etwa fünf bis zehn Prozent mehr Anmeldungen geschützter Arten gegenüber den Vorjahren beim Landesamt für Umwelt registriert. Das lasse den Schluss zu, dass Kauf, Haltung und Handel mit Tieren wildlebender Arten mit dem Lockdown einen Zuwachs erhalten hätten.
Jährlich etwa 800 Papageien und etwa 1000 Landschildkröten werden nach Angaben des Ministeriums von versierten Brandenburger Hobbyzüchtern herangezogen, die Interessierte beraten könnten. Doch Tiere würden auch über zwielichtige Kanäle erworben, meist seien es illegale Wildfänge - Händler, aber auch Käufer und Besitzer machten sich strafbar.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 1. März 2021 17:09 Uhr

Weitere Meldungen aus Brandenburg