Netzhoppers sehen sich im Pokalfinale als 40:60-Außenseiter

Netzhoppers sehen sich im Pokalfinale als 40:60-Außenseiter

Die Netzhoppers KW-Bestensee wollen Historisches schaffen. Im Volleyball-Pokalfinale in Mannheim gegen die United Volleys Frankfurt am Sonntag (17.00 Uhr/Sport1) streben die Brandenburger den ersten Titelgewinn in ihrer Vereinsgeschichte an. Trainer Christophe Achten schiebt die Favoritenrolle allerdings dem Gegner zu: «Frankfurt ist für mich die Mannschaft mit der größeren Erfahrung. Deshalb sehe ich sie mit 60:40 im Vorteil.»

Christophe Achten

© dpa

Netzhoppers-Trainer, Christophe Achten.

Mitreisen nach Mannheim wird Netzhoppers-Zuspieler Byron Keturakis, der bis zu seiner Rückenverletzung ein Eckpfeiler im Team war. Ob der seit Wochen fehlende Kanadier eingesetzt werden kann, entscheidet sich erst am Spieltag.
Bisher trugen sich 17 Vereine in die Siegerliste des seit 1973 ausgetragenen Pokal-Wettbewerbs ein. Sowohl die Netzhoppers als auch Frankfurt sind bisher nicht darunter zu finden. Seit 1998 eroberten ohnehin nur noch drei Clubs den Pokal: VfB Friedrichshafen (16 Mal), Generali Haching (4) und BR Volleys (3).
In der Bundesliga haben die Netzhoppers beide Spiele gegen Frankfurt gewonnen (3:0, 3:2). Doch Achten misst diesen Ergebnisse keine große Bedeutung mehr bei. «Im Pokalfinale starten beide Teams bei Null», sagte der Belgier, ergänzte jedoch: «Vom Mentalen her sind die beiden Siege natürlich gut für uns.»
Abgehakt hat auch Frankfurts Trainer Juan Manuel Serramalera die Niederlagen gegen die Netzhoppers. «Ein Pokalendspiel ist immer etwas Besonderes, da ist ein anderer Druck als in einem Ligaspiel», sagte der 48-jährige Argentinier. Für ihn gilt: «Du musst auf den Punkt performen. Und die Emotionen spielen eine große Rolle.»
In der aktuellen Bundesliga-Tabelle liegen die Frankfurter als Sechster nur einen Platz vor ihrem Endspielgegner. Achten schließt daraus: «Vom Niveau her liegen beide Teams nicht weit auseinander. Es wird der gewinnen, der die besseren Nerven hat.»
An Nervenstärke mangelte es den Netzhoppers in den vorherigen drei Pokalrunden nicht. Gegen Düren, Berlin Volleys und Herrsching gewann die Mannschaft als Außenseiter jeweils 3:2 - und das immer nach 0:2-Satzrückständen. «Solche Spiele machen uns stärker», betonte Mittelblocker Yannick Goralik.
Stehvermögen bewiesen auch die Frankfurter, als sie im Halbfinale beim Rekord-Pokalsieger Friedrichshafen nach verwandeltem Matchball von Tim Grozer überraschend mit 16:14 im Tiebreak siegten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 26. Februar 2021 10:17 Uhr

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