Waldökologe warnt vor Monokultur im Wald

Waldökologe warnt vor Monokultur im Wald

Monokultur in deutschen Wälder begünstigt nach den Erfahrungen des Brandenburger Waldökologen Pierre Ibisch die Auswirkungen des Klimawandels. «Die Empfindlichkeit der Bäume ist dort stark ausgeprägt», sagte der Wissenschaftler von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde am Mittwoch im inforadio des rbb. Am Mittwochvormittag will Bundes-Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) den neuen Waldzustandsbericht vorstellen.

Pierre Ibisch

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Pierre Ibisch, Professor der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde.

Struktur- und artenreiche Waldgebiete stünden einer Bewirtschaftung entgegen, sagte Ibisch. Nach wie vor seien Kiefern und Fichten die Brotbäume. Er plädierte statt für großflächige Aufforstungen und einen Umbau des Waldes für eine Entwicklung der Flächen. Viele Baumarten würden sich natürlicherweise verjüngen, wenn man sie nur ließe.
In Berlin und Brandenburg ist nach Angaben des Brandenburger Forstministeriums 70 Prozent der Waldfläche durch Kiefern geprägt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 24. Februar 2021 11:01 Uhr

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