BR Volleys erst spät souverän: Netzhoppers hadern vor Finale

BR Volleys erst spät souverän: Netzhoppers hadern vor Finale

Lange Zeit hatten die Netzhoppers KW-Bestensee bei der Pokalfinal-Generalprobe den Berlin Volleys energischen Widerstand geleistet. Doch am Ende setzte sich der Favorit aus der Hauptstadt im 32. Berlin-Brandenburg-Derby der Volleyball-Bundesliga mit 3:1 (31:29, 25:22, 21:25, 25:11) durch.

Volleyball

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Ein Volleyball-Spiel.

«Schade, dass wir ohne Punkte geblieben sind», haderte der noch immer verletzte Netzhoppers-Kapitän Byron Keturakis mit dem Ergebnis. Sein Eindruck vom Spiel: «Drei Sätze lang haben wir super mitgehalten und waren mit viel Energie bei der Sache.» Die späte Steigerung des Kontrahenten kurz vor dem Champions-League-Viertelfinale sorgte für die Entscheidung.
Bei den Netzhoppers dreht sich derzeit viel um den Gesundheitszustand von Keturakis. Gegen die BR Volleys war der 25-jährige Zuspieler wegen Rückenbeschwerden erneut nur Zuschauer. Die Brandenburger wollen den Kanadier unbedingt fit bekommen für das größte Event der Vereinsgeschichte, das Pokalfinale gegen die UV Frankfurt am Samstag.
Fällt Keturakis aus, müsste der erst 19-jährige Adrian Klooss Regie führen - ein deutliches Handicap. Neuzugang Kamil Droszynski ist für das Pokalendspiel nicht spielberechtigt, weil er im Halbfinale noch nicht bei den Netzhoppers unter Vertrag stand.
«Die Netzhoppers sind immer in der Lage, uns Probleme zu bereiten, wenn wir unser Niveau nicht abrufen. Das hat man auch diesmal gesehen», sagte Volleys-Angreifer Samuel Tuia zur Liga-Partie. Erst im vierten Satz in Bestensee zeigten die Berliner die Souveränität und Leichtigkeit, die eines Meisterschaftskandidaten würdig sind.
Die BR Volleys lagen im ersten Satz gegen den Außenseiter schon 17:22 zurück, mussten später drei Satzbälle abwehren, ehe sie mit ihrem vierten Satzball doch noch zum guten Ende fanden. «Zu oft haben wir im Block die Finger dran, halten dann aber den Ball nicht im Spiel», klagte Tuia.
Der 34-jährige Franzose wollte den Auftritt des eigenen Teams dennoch nicht allzu kritisch sehen: «Bei uns war großer Kampfgeist zu spüren.» Ob das allein reicht, um am Donnerstag auch im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League daheim gegen Itas Trentino zu bestehen, ist allerdings fraglich.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 21. Februar 2021 10:34 Uhr

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