Metall-Arbeitgeber fordern Nullrunde 2021

Metall-Arbeitgeber fordern Nullrunde 2021

Für die rund 100 000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg soll es aus Sicht der Arbeitgeber in diesem Jahr eine Nullrunde geben. Sie legten am Mittwoch in den Tarifverhandlungen ein Angebot vor, dass «die Zahlung einer Mischung aus Einmalzahlung und Tabellenerhöhung ab 2022» ermögliche, wie der Verband der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg am Mittwoch mitteilte.

Aktion der IG Metall

© dpa

Ein Teilnehmer einer Aktion der IG Metall.

«Unsere Unternehmen müssen die Folgen der Pandemie bewältigen, die wachsende Unsicherheit aushalten und gleichzeitig den Strukturwandel meistern», erklärte Verhandlungsführer Stefan Moschko nach der dritten Verhandlungsrunde. Das Angebot ebne den Weg zu einem zügigen und ausgewogenen Abschluss für Unternehmen und Beschäftigte.
Die Arbeitgeber möchten Betrieben auch ermöglichen, die Beschäftigungssicherung individuell zu regeln. Vorgeschlagen wird auch ein Passus, der Unternehmen in der Krise von Zusatzbelastungen automatisch freistellt.
Die IG Metall hatte schon in westdeutschen Tarifbezirken ähnliche Vorschläge in den vergangenen Wochen zurückgewiesen. Auch in Berlin und Brandenburg verlangte die Gewerkschaft am Mittwoch Nachbesserungen. «Die Beschäftigten sind diejenigen, die durch die Krise mit Maske, Abstand und Hygieneeinhaltung oder aus dem Homeoffice die wirtschaftliche Kraft aufrechterhalten und vielfach durchproduziert haben», argumentierte Birgit Dietze, die Bezirksleiterin für Berlin, Brandenburg und Sachsen.
Die Gewerkschaft verlangt ein Volumen von vier Prozent mehr Geld für zwölf Monate, das zur Sicherung von Beschäftigung und Einkommen eingesetzt werden soll. Im Osten wird außerdem eine weitere Angleichung an die West-Gehälter verlangt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 17. Februar 2021 18:34 Uhr

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