Impftermine: Linke fordert Nonnemacher zum Handeln auf

Impftermine: Linke fordert Nonnemacher zum Handeln auf

Angesichts der Schwierigkeiten bei der Terminvergabe für die Corona-Impfzentren hat die oppositionelle Linke-Fraktion im Brandenburger Landtag Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) zum Handeln aufgefordert. «Die Ministerin ist nicht schuld daran, dass es zu wenig Impfdosen gibt», sagte Fraktionschef Sebastian Walter am Dienstag. «Aber sie hat die Verantwortung bei der Organisation und der Kommunikation.»

Eine Frau wird gegen das Corona-Virus geimpft

© dpa

Eine Frau wird gegen das Corona-Virus geimpft.

Die Termine können in Brandenburg nur über die Hotline 116117 gebucht werden, die häufig überlastet war. Zudem hatte es in der vergangenen Woche Verwirrung bei den Betroffenen gegeben, weil Impftermine wegen der Lieferverzögerungen bei den Impfstoffen ohne vorherige telefonische Information per E-Mail abgesagt worden waren. Rund 9000 bereits vereinbarte Termine für Erstimpfungen mussten auf unbekannte Zeit verschoben werden. «9000 Impfabsagen sind 9000 zerstörte Hoffnungen», mahnte Walter.
Der Linke-Politiker forderte, dass nun zunächst die Risikogruppen nach dem Vorbild von Berlin schriftlich zu Impfterminen eingeladen werden sollten - damit sich die Betroffenen nicht «in einem Windhundrennen» selbst um Termine bemühen müssten. Zudem müsse der Transport in die Impfzentren organisiert und finanziert werden. Außerdem solle geprüft werden, wie die Impfungen möglichst bald auch in Hausarztpraxen durchgeführt werden können, forderte Walter.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 26. Januar 2021 11:59 Uhr

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