Cottbuser Mittelständler drängen auf schrittweise Öffnung

Cottbuser Mittelständler drängen auf schrittweise Öffnung

Altersbezogene Einkaufszeiten und kostenloser Shuttle-Service für besonders gefährdete Bürger: mit diesen und weiteren Ideen fordern Mittelständler in Cottbus die schrittweise Öffnung von Geschäften, Gastronomie und weiteren Einrichtungen. «Die Kommunen benötigen bei der Entscheidung über die erforderlichen Eindämmungsmaßnahmen mehr Spielraum vor Ort anhand der regionalen Betroffenheit», heißt es in einem elf Punkte umfassenden Forderungskatalog, der «Mittelstandsinitiative Cottbus», den Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) mit einem eigenen Brief am Donnerstag an die Landesregierung übersandt hat.

Cottbuser Oberbürgermeister Holger Kelch spricht

© dpa

Holger Kelch (CDU), Oberbürgermeister von Cottbus, spricht.

«Selbstverständlich müssen wir weiter diszipliniert gegen das Virus vorgehen; wir müssen aber gleichzeitig Regelungen schaffen, um mit dem Virus leben und wirtschaften zu können», heißt es in dem Schreiben des CDU-Politikers.
In dem Katalog der Mittelständler wird die schrittweise Öffnung der Schulen sowie der Verzicht auf geschlossene Kitas gefordert, jeweils begleitet von umfangreichen Hygienemaßnahmen. Wirtschaftshilfen müssten schneller und effektiver fließen. In dem Papier heißt es unter anderem, die Öffnung von Einzelhandelsgeschäften, Baumärkten, Frisören und Anbietern körpernaher Dienstleistungen müsse bis Mitte Februar wieder möglich sein. Ab Mitte Februar müssten dann Gastronomie, Hotels, Kultur- und Sporteinrichtungen schrittweise wieder öffnen.
«Unser Bündnis distanziert sich von Gruppierungen, die das Corona-Virus verharmlosen, leugnen und jegliche Maßnahmen ablehnen oder blockieren», heißt es. Ziel sei es, gemeinsam mit Landes- und Bundesregierung sowie den Kommunen, «den Konsens für eine schnelle Wiederherstellung des öffentlichen Lebens zu finden».

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 22. Januar 2021 13:56 Uhr

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