Ernst hält Öffnung der Grundschulen im Januar für unsicher

Ernst hält Öffnung der Grundschulen im Januar für unsicher

Eine Öffnung der Grundschulen in Brandenburg noch im Januar für den Wechsel mit dem Lernen zuhause ist nach Ansicht der Landesregierung wegen der hohen Corona-Infektionszahlen nicht sicher. «Sollte es in der nächsten Woche zu einer deutlichen Senkung kommen, gäbe es die Möglichkeit, schon in der Woche vor den Ferien die Grundschulen zu öffnen», sagte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) am Montag im Gesundheitsausschuss des Landtags. Sie betonte aber: «Im Moment geben die Werte keinerlei Anlass, eine Schule zu öffnen.»

Britta Ernst (SPD)

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Britta Ernst (SPD), Brandenburger Ministerin für Bildung, Jugend und Sport.

Seit dem vergangenen Samstag gelten in Brandenburg schärfere Regeln zum Schutz vor dem Coronavirus. Die Schulen sind bis auf Abschlussklassen, Förderschulen und Notbetreuung geschlossen, gelernt wird zuhause. Das Kabinett hatte vereinbart, die Lage ab 18. Januar neu zu bewerten und zu entscheiden, ob es für Grundschulen Spielräume für einen Wechsel des Unterrichts in Schulen und zuhause gibt.
Kitas sind grundsätzlich offen, es gilt aber der Appell an Eltern, die Kinder so weit wie möglich zuhause zu betreuen. Oberhalb eines Wertes von 300 neuen Corona-Infektionen je 100 000 Einwohner in einer Woche in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt sollen Kitas geschlossen werden. Dies gilt schon in Potsdam und Oberspreewald-Lausitz. Ministerin Ernst wandte sich aber gegen einen Automatismus. Die Linksfraktion forderte eine klare Regelung und warnte vor Wildwuchs.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 11. Januar 2021 11:53 Uhr

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