Lausitz: Zentrum zur Ausbildung von Fachkräften geplant

Lausitz: Zentrum zur Ausbildung von Fachkräften geplant

Für den Strukturwandel in der Lausitz muss in den kommenden Jahren Fachkräftenachwuchs gewonnen werden - dafür soll im Westen der Region ein Ausbildungszentrum entstehen. Wie das Brandenburger Wirtschaftsministerium am Donnerstag weiter mitteilte, ist der Start dafür im Jahr 2025 geplant. Die Ausbildungsberufe sollen auf die regionalen Schwerpunktbranchen ausgerichtet sein, darunter Metalltechnik, Elektrotechnik, Kunststofftechnik und Chemie. Zudem soll die Einrichtung Fortbildungen und Umschulungen anbieten.

Nach einer von der Wirtschaftsförderung des Landes Brandenburg (WFBB) in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie bekundeten mehr als 80 Industriebetriebe der Region den Bedarf eines solchen Zentrums und zeigten sich an einer Kooperation interessiert.
«Die Fachkräfteentwicklung ist enorm wichtig für den Strukturwandel in der Lausitz. Das Leistungszentrum wird Betriebe deutlich entlasten und unterstützen, indem Auszubildende und Beschäftigte bedarfsgerecht und in hoher Qualität qualifiziert werden», sagte Wirtschaftsstaatssekretär Hendrik Fischer. An Beratungen über den Aufbau der Einrichtung nahm neben dem Wirtschaftsministerium, den Kammern und der Wirtschaftsförderung des Landes auch der Chemiekonzern BASF am Standort Schwarzheide teil. Das Unternehmen ist mit derzeit über 2000 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber in der Region.
Als eine der künftigen Nutzer des Zentrums plant BASF am Standort, dass zukünftige Ausbildungsjahrgänge einen großen Teil ihrer praktischen berufsfachlichen Grundausbildung im Leistungszentrum absolvieren werden, wie eine Sprecherin sagte.
Derzeit absolvieren nach Angaben des Unternehmens 128 Jugendliche eine Ausbildung bei BASF in Schwarzheide. Im vergangenen September begannen 41 Auszubildende - darunter Chemikanten, Chemielaboranten und Industriemechaniker - ihre Lehre. Weitere 54 Ausbildungsstellen seien ab 2021 zu besetzen, hieß es.
Im Dezember hatte der Chemiekonzern mitgeteilt, er wolle weiter in seinen Brandenburger Standort Schwarzheide investieren. BASF plant nach eigenen Angaben bis 2022 die Errichtung einer Pilotanlage, um Lithium aus alten Batterien von Elektroautos zurückzugewinnen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 7. Januar 2021 17:23 Uhr

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