573 neue Corona-Fälle in Brandenburg: 28 weitere Tote

573 neue Corona-Fälle in Brandenburg: 28 weitere Tote

In Brandenburg sind dem Gesundheitsministerium am Samstag 573 neue bestätigte Corona-Infektionen gemeldet worden. Wegen des vorhergehenden Neujahrstages haben aber möglicherweise nicht alle Gesundheitsämter Daten zur Erfassung beigesteuert. Am Neujahrstag waren es 903 Fälle, am Donnerstag 1345 neue Infektionen. Vor einer Woche hatten die Gesundheitsämter 714 neue Corona-Fälle binnen 24 Stunden gemeldet.

Wattestäbchen mit einem Abstrich für einen Corona-Test

© dpa

Ein Wattestäbchen mit einem Abstrich wird im Labor für einen Corona-Test verarbeitet.

Landesweit starben den Angaben zufolge innerhalb eines Tages 28 Menschen im Zusammenhang mit einer Covid-Erkrankung. Damit stieg die Zahl der Toten auf 1153. Die Zahl der aktuell Erkrankten sank leicht um 48 auf 15 061. 30 992 Menschen gelten als genesen - 593 mehr als am Vortag. Insgesamt haben sich seit März 47 206 Menschen in Brandenburg mit dem Coronavirus angesteckt.
Allein die Landeshauptstadt Potsdam meldete 75 neue nachgewiesene Infektionen innerhalb von 24 Stunden. Den höchsten Wert neuer Infektionen je 100 000 Einwohner in einer Woche hat weiter der südliche Landkreis Elbe-Elster mit 494. Im ganzen Land ging der Wert leicht auf 225 zurück. Am Neujahrstag hatte er bei 230,6 gelegen.
601 von insgesamt 707 Intensivbetten im Land waren zum Jahresbeginn belegt, wie aus Zahlen der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) vom Freitag hervorgeht.
Nach einer Auflistung des Robert Koch-Instituts sind in Brandenburg bislang 3219 Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden (Stand 1. Januar). Am kommenden Montag startet das Land die telefonische Termin-Vergabe für Corona-Impfungen. Sie wird landesweit über ein Call-Center geregelt, das unter der Rufnummer 116 117 erreichbar ist.
Mittlerweile laufen die Impfungen des medizinischen Personals in den Krankenhäusern auf Hochtouren. Am Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam wurden nach Angaben der Einrichtung vor Silvester bereits 397 statt der geplanten 300 Mitarbeitenden geimpft. Das unterstreiche die hohe Impfbereitschaft, so Geschäftsführer Hans-Ulrich Schmidt. Auch am Klinikum Niederlausitz und am Carl-Thiem-Klinikum wurden in den vergangen Tagen Hunderte Mitarbeiter geimpft.
Die Krankenhäuser arbeiten bei der Versorgung der Covid-Patienten am Limit. Nach Angaben von Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) ist in Brandenburg aktuell über 30 Prozent des medizinischen Personals selbst an Covid-19 erkrankt, befindet sich in Quarantäne oder leidet an anderen Krankheiten. Sie geht davon aus, dass der Januar ein «extrem schwieriger Monat» wird. Die hohen Infektionszahlen rund um die Weihnachtsfeiertage würden sich mit 14 Tagen Verzögerung in den Krankenhäusern widerspiegeln.
Prämienzahlungen für medizinisches Personal an Krankenhäusern plant die Landesregierung gegenwärtig nicht. Hintergrund sei auch, dass es so immer wieder zu empfundenen Ungerechtigkeiten und Ungleichbehandlungen kommen würde, wie das Gesundheitsministerium auf eine Anfrage der AfD-Fraktion mitteilte. Entscheidend für die Beschäftigten seien gute Arbeitsbedingungen und bessere Verdienstmöglichkeiten. Alle Pflegekräfte müssten von einer besseren Bezahlung profitieren. Eine dauerhafte Aufwertung der Berufe im Gesundheitswesen verlange insgesamt nach höheren Tarifen. Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen hat laut Ministerium Prämien an neun anspruchsberechtigte Krankenhäuser im Land ausgezahlt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 2. Januar 2021 17:24 Uhr

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