Brandenburger Polizei sieht relativ normale Silvesternacht

Brandenburger Polizei sieht relativ normale Silvesternacht

Die Silvesternacht ist in Brandenburg nach Angaben der Polizei zunächst ohne viele größere Einsätze verlaufen - allerdings mit mehreren Verstößen gegen Corona-Regeln. «Derzeit sieht es erstmal wie eine relativ normale Silvesternacht aus», sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums am späten Donnerstagabend. Es gebe jedoch verschiedene Ansammlungen von Leuten über das ganze Land verteilt, die beim Böllern gegen die Abstandsregel verstießen. Die Beamten hätten Platzverweise erteilt. Es gebe keinen Schwerpunkt im Land. In Potsdam waren trotz Verbots zahlreiche Böller zu hören.

Silvesterabend in Brandenburg

© dpa

Eine Person malt mit einer Wunderkerze die Jahreszahl 2021 in die Dunkelheit.

In Kremmen im Landkreis Oberhavel verlief die Silvesternacht für einen 63-Jährigen tragisch: Der Mann habe eine Hand verloren, sagte die Polizeisprecherin. Er habe mit einem illegalen Böller hantiert, dabei habe sich die Hand entzündet, die dann abgetrennt worden sei. Der Mann kam ins Krankenhaus.
In Brandenburg gilt für Silvester und Neujahr wegen der Corona-Krise ein landesweites Versammlungsverbot. In der Silvesternacht dürfen die Brandenburger durchgehend bis 2.00 Uhr früh draußen unterwegs sein, dann beginnt die nächtliche Ausgangsbeschränkung bis 5.00 Uhr. Das Trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit ist verboten.
Pyrotechnik darf nicht verkauft werden, die Landesregierung rät dringend davon ab, Feuerwerk zu zünden. Potsdam und Cottbus hatten für Silvester und Neujahr ein Böllerverbot auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen verhängt. Die Polizei nannte keine Zahl, wie viele Beamte landesweit im Einsatz waren. Silvester gehört aber zu den einsatzstarken Tagen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 1. Januar 2021 10:36 Uhr

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