Grundsteuer wird in Brandenburg künftig nach Lage berechnet

Grundsteuer wird in Brandenburg künftig nach Lage berechnet

Die Grundsteuer soll in Brandenburg von 2025 an nach dem Wert und damit auch nach der Lage der Immobilie berechnet werden. Damit habe sich das Brandenburger Kabinett bei der vom Bundesverfassungsgericht geforderten Reform der Grundsteuer für das Modell des Bundes entschieden, sagte Finanzministerin Katrin Lange (SPD) am Dienstag in Potsdam.

Katrin Lange (SPD) sitzt im Landtag

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Katrin Lange (SPD), Brandenburger Finanzministerin, sitzt im Landtag.

Andere Bundesländer, allen voran Bayern, wollen sich dagegen bei der Berechnung nur nach der Fläche richten. Doch das Bundesmodell sei gerechter, argumentierte Lange. «Es unterscheidet nämlich danach, ob sich ein Haus oder eine Wohnung in einer begehrten oder weniger begehrten Lage befindet.»
Insgesamt solle die Reform aber nicht zu höheren Einnahmen der Kommunen führen, betonte die Finanzministerin. Die Grundsteuer ist nach Angaben des Ministeriums mit derzeit jährlich rund 282 Millionen Euro für landesweit 1,8 Millionen Grundstücke eine der wichtigsten Einnahmequellen der Kommunen. Derzeit wird sie auf Basis von jahrzehntealten Einheitswerten berechnet, die in den westdeutschen Ländern aus dem Jahr 1964 und in den ostdeutschen aus dem Jahr 1935 stammen. Das Bundesverfassungsgericht hatte daher mit Urteil vom 10. April 2018 eine sachgerechte Neuregelung verlangt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 1. Dezember 2020 14:31 Uhr

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