Nordbrandenburg: Hunderte Telekom-Anschlüsse weiter gestört

Nordbrandenburg: Hunderte Telekom-Anschlüsse weiter gestört

Nach einem Einbruch in eine Vermittlungsstelle der Telekom sind weiterhin mehrere hundert Internet- und Festnetzanschlüsse von Kunden in Nordbrandenburg gestört. «Unsere Monteure arbeiten in Tag- und Nachtschichten - aber wegen der coronabedingten Abstandsregeln dauern die Arbeiten etwas länger als sonst», berichtete Telekom-Sprecher Dirk Becker am Mittwoch. Er hoffe aber, dass die ein Dutzend durchtrennten Glasfaser- und Kupferkabel im Laufe des Tages komplett ersetzt werden und alle Verbindungen wieder geschaltet werden könnten.

Ein Einbrecher benutzt ein Brecheisen, um eine Tür zu öffnen

© dpa

Ein Einbrecher benutzt ein Brecheisen, um eine Tür zu öffnen.

Insgesamt 2000 Anschlüsse von Kunden des Netzbetreibers waren in dem Landkreis gestört. Zudem waren sechs Mobilfunkstandorte betroffen, die über die Vermittlungsstelle versorgt wurden. Etwa zwei Drittel der Anschlüsse liefen wieder, sagte Becker am Mittag.
Die Polizei hält es für möglich, dass die Täter vor allem die Alarmsysteme eines Einkaufsmarkts in Karstädt (Prignitz) ausschalten wollten. Am Montagvormittag sei dort ein Einbruch gemeldet worden, der möglicherweise mit der Zerstörung der Kabel in Zusammenhang stehe, sagte eine Sprecherin der Polizeidirektion Nord. Dabei sei ein Tresor gewaltsam aufgebrochen worden. Zur Höhe der Beute wollte sich die Polizeisprecherin am Mittwoch nicht äußern.
Bereits im September 2019 hatte es im Ort Heiligengrabe einen Einbruch in einen Supermarkt gegeben, wo die Alarmanlage nicht funktionierte, nachdem in einem Verteilerhäuschen Kabel durchtrennt worden waren.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 25. November 2020 13:53 Uhr

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