Woidke würdigt deutsch-polnische Freundschaft

Woidke würdigt deutsch-polnische Freundschaft

Zum 30. Jahrestag des deutsch-polnischen Grenzvertrags hat Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) Deutsche und Polen aufgerufen, das freundschaftliche Verhältnis zu würdigen. «Die Grenze ist vom trennenden zum verbindenden Element geworden», sagte Woidke in einer Mitteilung vom Freitag. «Ich setze darauf, dass wir Deutsche und Polen dieses wichtige Gut als Europäer weiterhin gemeinsam hochhalten.» Woidke ist Polen-Koordinator der Bundesregierung. Der Grenzvertrag habe den Weg geebnet, auf dem Deutsche und Polen in guter Nachbarschaft und freundschaftlicher Zusammenarbeit inzwischen viel erreicht hätten.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD)

© dpa

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) nimmt an einer Pressekonferenz teil.

Deutsche Kinder lernten Polnisch in der Schule und umgekehrt, es gebe gemeinsame Einrichtungen, den deutsch-polnischen Journalistenpreis und die polnische Sektion auf dem Filmfestival Cottbus, betonte der Regierungschef. «Vor 30 Jahren wäre es noch undenkbar gewesen, dass Arbeitnehmer, Schüler und Studenten täglich die Grenze in beide Richtungen überschreiten, dass wir jederzeit auf der anderen Seite Freunde besuchen oder einkaufen können.» Die Coronavirus-Pandemie führe deutlich vor Augen, welche Bedeutung die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im deutsch-polnischen Verhältnis habe.
Deutschland hat Polen als Corona-Risikogebiet ausgewiesen. Brandenburger können aber ohne Quarantäne weiter im Rahmen des «kleinen Grenzverkehrs» ins Nachbarland reisen und umgekehrt, solange der Aufenthalt weniger als 24 Stunden dauert.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 13. November 2020 13:10 Uhr

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