Bahn und Leag vereinbaren Zusammenarbeit bei Personal

Bahn und Leag vereinbaren Zusammenarbeit bei Personal

Vom Tagebau ins Bahnwerk: Für Braunkohle-Beschäftigte in der Lausitz soll eine berufliche Zukunft bei der Deutschen Bahn möglich werden. Der bundeseigene Konzern und die Lausitz Energie Kraftwerke AG (Leag) wollen deshalb bei der Ausbildung, Qualifizierung und Übernahme von Personal zusammenarbeiten, wie am Freitag mitgeteilt wurde. Die Bahn hatte angekündigt, am Standort Cottbus 1200 neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Fahrzeuginstandhaltungswerk der Deutschen Bahn

© dpa

Eine Drehscheibe für Züge am Fahrzeuginstandhaltungswerk der Deutschen Bahn in der brandenburgischen Stadt.

«Unser Unternehmen als Instandhalter für Schienenfahrzeuge ist auf exzellent ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewiesen», sagte Ramona Grün, Geschäftsführerin der DB Fahrzeuginstandhaltung. Der Tagebaubetreiber Leag bildet in Schwarze Pumpe und Jänschwalde etwa Elektroniker, Mechatroniker, Industriemechaniker und Maschinen- und Anlagenführer aus - Berufe mit Fähigkeiten, die auch die Bahn in Cottbus benötige, wie es hieß.
2023 soll mit dem Bau des Werks in Cottbus begonnen werden. Am Standort des heutigen Bahnwerks ist eine neue ICE-Halle für die Instandhaltung geplant. Geplant sind bis zum Jahr 2026 rund 1100 neue Industriearbeitsplätze und 100 Plätze für Auszubildende.
Nach dem Gesetz zum Kohleausstieg dürfen Kraftwerke die klimaschädliche Braunkohle noch längstens bis 2038 verfeuern. Verbunden ist der Kohleausstieg mit milliardenschweren Strukturhilfen für die betroffenen Regionen.
Die Bahn und die Leag vereinbarten unter anderem, dass die Bahn Ausbildungswerkstätten der Leag nutzen kann. Sie sei mit 600 Auszubildenden und Studenten der größte Ausbildungsbetrieb der Lausitz, wie Personalvorstand Jörg Waniek sagte.
Die Bahn will ihr Zugangebot in den nächsten Jahren deutlich steigern. «Mehr Züge, das bedeutet mehr Instandhaltung», erklärte Personalvorstand Martin Seiler. Dafür seien viele engagierte Mitarbeiter und Nachwuchskräfte nötig.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 6. November 2020 11:52 Uhr

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