Drei Gefahrenzonen gegen Schweinepest in Brandenburg

Drei Gefahrenzonen gegen Schweinepest in Brandenburg

Zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest in Brandenburg wird um neue Fundstellen infizierter Wildschweine eine weitere Gefahrenzone eingerichtet. In Friedland im Kreis Oder-Spree westlich von Eisenhüttenstadt werde das Kerngebiet um die Fundorte bis zum Wochenende zunächst mit einem mobilen Zaun gesichert, teilte das Brandenburger Verbraucherschutzministerium am Donnerstag in Potsdam mit. Dort gilt ein striktes Jagdverbot, Wälder und offene Flächen dürfen nicht betreten werden. Die Zone reicht auch in den Kreis Dahme-Spreewald.

Ein Schild weist ein Gebiet als Kernzone der Schweinepest aus

© dpa

Ein Schild weist ein Gebiet als Kernzone der Schweinepest aus.

Damit gibt es inzwischen drei Kerngebiete um Fundorte betroffener Wildschweine. Das nationale Friedrich-Loeffler-Institut bestätigte die Seuche bei drei weiteren Tieren, sie wurden im ersten Fundgebiet bei Neuzelle entdeckt. Bisher wurde die Afrikanische Schweinepest damit bei 123 Wildschweinen nachgewiesen.
Die Krankheit ist für Menschen ungefährlich, für Wild- und Hausschweine aber fast immer tödlich. Die Hausschweinbestände in Deutschland sind nach wie vor frei von der Afrikanischen Schweinepest. An der Grenze zu Polen ist ein durchgehender fester Zaun zum Schutz vor infizierten Wildschweinen in Bau.
Am Wochenende war mit Sachsen in einem zweiten Bundesland ein Fall der Tierseuche nachgewiesen worden. Das Bundeslandwirtschaftsministerium bot Brandenburg und Sachsen an, erneut ein Expertenteam der EU-Kommission einzuladen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 5. November 2020 18:10 Uhr

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