Burg Beeskow zeigt seltene Kunst des Papiertheaters

Burg Beeskow zeigt seltene Kunst des Papiertheaters

Sechs Künstler arbeiten und fachsimpeln gegenwärtig in einer dreiwöchigen Papiertheater-Werkstatt auf der Burg Beeskow (Oder-Spree). Sie präsentierten Publikum und Kollegen bereits fertige Geschichten, entwickeln neue Ideen und setzen sie im Erfahrungsaustausch um. Mit ihren Werkstattergebnissen wollten die Künstler eigentlich am Donnerstag beim Bilderbuchfestival in Müncheberg (Märkisch-Oderland) und zwei Tage später im Kleist-Museum Frankfurt (Oder) gastieren. Aufgrund des erneuten Corona-Teil-Lockdowns wurden die Veranstaltungen jedoch abgesagt.

Figuren in der Papiertheater-Werkstatt auf der Burg Beeskow

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Figuren in der Papiertheater-Werkstatt auf der Burg Beeskow (Oder-Spree).

Das Papiertheater als Miniaturausgabe großer Bühnen entstand europaweit im 18. Jahrhundert als Kunstform für das eigenen Wohnzimmer. Ab 1810 gab es immer mehr Ausschneide- und Bilderbögen zu kaufen. Nach dem Ersten Weltkrieg kam das Papiertheater aus der Mode.
Es erlebte Mitte der 1980-er Jahre eine Renaissance, als Künstler begannen, wieder damit zu spielen sowie eigene Figuren und Theaterkulissen zu entwerfen. Dennoch bleibt dieses Miniaturtheater eine Nischensparte, da das Publikum nur aus 10, höchstens 20 Zuschauern besteht.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 4. November 2020 05:20 Uhr

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