Neubau der Potsdamer Synagoge erneut ungewiss

Neubau der Potsdamer Synagoge erneut ungewiss

Der für das kommende Frühjahr geplante Neubau einer Synagoge in Potsdam ist erneut ungewiss. Der Landesverband West der jüdischen Kultusgemeinden habe die Zusammenarbeit mit dem Landesverband der jüdischen Gemeinden Brandenburg zum Bau und Betrieb des religiösen Zentrums in einem Schreiben abgelehnt, bestätigte der Sprecher des Kulturministeriums am Montag. Dagegen wolle die Jüdische Gemeinde Potsdam den Bau mit beiden Landesverbänden so schnell wie möglich umsetzen. Zuerst hatten die «Märkische Allgemeine» und die «Potsdamer Neuesten Nachrichten» (Montag) berichtet.

«Wir prüfen jetzt das weitere Vorgehen», sagte Ministeriumssprecher Stephan Breiding. Der Baustart für die Synagoge sollte im kommenden Frühjahr sein. Die Fertigstellung war für 2023 geplant.
Für den Bau will die Landesregierung das Grundstück in der Nähe des Landtags und acht Millionen Euro bereitstellen. Doch um die Gestaltung der Fassade und die Nutzung der Innenräume der Synagoge gibt es zwischen der Jüdischen Gemeinde und der Synagogengemeinde in Potsdam bereits seit mehr als zehn Jahren erbitterten Streit.
Im Sommer hatte das Kultusministerium dann einen neuen Plan als «Durchbruch» verkündet: Danach sollten nicht mehr die beiden Potsdamer Gemeinden, sondern die Landesverbände Vertragspartner des Landes für den Neubau der Synagoge sein. Doch diese konnten sich wie zuvor die Potsdamer Gemeinden nicht einigen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 2. November 2020 13:14 Uhr

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