Beratungsstellen: Mehr Hilfsangebote für Mädchen nötig

Beratungsstellen: Mehr Hilfsangebote für Mädchen nötig

Vertreterinnen von Hilfsorganisationen in Brandenburg fordern mehr Angebote, an die sich Mädchen mit ihren Problemen wenden können. Derzeit gibt es im Land nach Angaben der Kontakt- und Koordinierungsstelle für Mädchenarbeit fünf sogenannte Mädchentreffs, überwiegend in den größeren Städten. «Das reicht nicht aus», sagte Projektleiterin Bianca Strzeja. Besonders auf dem Land bestehe Bedarf an solchen Einrichtungen, an die sich Mädchen gezielt wenden könnten.

Besonders in der Coronazeit sei der Kontakt zu den Mädchen wichtig. «Die Rate der sexuellen Gewalt ist in den letzten Monaten seit Corona gestiegen», weiß Strzeja. Zahlen über solche Fälle erhebt die Koordinierungsstelle nicht.
Nach Angaben der Polizei sind von März bis Juli landesweit 22 Prozent mehr Fälle häuslicher Gewalt registriert worden. 1840 Fälle wurden im polizeilichen Auskunftssystem gespeichert. Im Vorjahreszeitraum waren es 1508 Fälle. Da in dem System alle eingegangenen Straftaten erfasst werden, können sich die Zahlen in der polizeilichen Kriminalstatistik 2020, die erst 2021 erscheint, noch verändern.
Am Sonntag ist der Internationale Weltmädchentag. Der Aktionstag der Vereinten Nationen soll auf die weltweit vorhandenen Benachteiligungen von Mädchen hinweisen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 9. Oktober 2020 05:20 Uhr

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