Zivilprozess zu Nauener Brandanschlag beginnt kommende Woche

Zivilprozess zu Nauener Brandanschlag beginnt kommende Woche

Die mutmaßlichen Brandstifter, die an einer geplanten Flüchtlingsunterkunft in Nauen Feuer gelegt haben sollen, müssen sich von kommenden Dienstag an in einem Zivilprozess einer Millionenforderung stellen. Die Ostdeutsche Kommunalversicherung verlangt von dem Ex-NPD-Politiker Maik Schneider und einem bereits rechtskräftig verurteilten Mittäter knapp 2,9 Millionen Euro Schadenersatz. Der Prozess findet am Landgericht Potsdam statt.

Die Justitia ist an einer Türscheibe angebracht

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Die Justitia ist an einer Türscheibe angebracht.

Ein weiterer Mittäter, der auf die Klage nicht reagiert habe, sei bereits rechtskräftig mit einem Versäumnisurteil zur Zahlung verurteilt worden, sagte Gerichtssprecherin Sabine Dießelhorst am Donnerstag. Der Schadenersatzprozess war ursprünglich für Ende März anberaumt, musste aber wegen der Corona-Beschränkungen verschoben werden.
Die Turnhalle in Nauen war im August 2015 bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Die Versicherung fordert die Kosten für den Wiederaufbau der Sporthalle zurück. Für diesen Brandanschlag und weitere Delikte war Schneider im Oktober vergangenen Jahres in einem Revisionsprozess zu einer Gesamtstrafe von neun Jahren und einem Monat verurteilt worden. Dagegen hat sein Anwalt erneut Rechtsmittel eingelegt. Der Mittäter war bereits im ersten Prozess im Februar 2017 rechtskräftig zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 8. Oktober 2020 15:04 Uhr

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