Kompetenzzentrum Strukturwandel: Hilfe aus einer Hand

Kompetenzzentrum Strukturwandel: Hilfe aus einer Hand

Das Strukturwandel-Management des sächsischen Teils des Lausitzer Reviers läuft künftig in Weißwasser (Landkreis Görlitz) zusammen. Das Kompetenzzentrum der Sächsischen Agentur für Strukturentwicklung (SAS) sei ein wichtiges Instrument einer erfolgreichen Entwicklung der Region, sagte der sächsische Regionalminister Thomas Schmidt (CDU) bei der Eröffnung der Anlaufstelle für Bürger, Unternehmen und Kommunen am Freitag. «In diesem Kompetenzzentrum bündeln wir alle Ansprechpartner der Ansiedlungs- und Wirtschaftsentwicklung sowie der Förder- und Projektentwicklung.»

Eröffnung Kompetenzzentrum Lausitz

© dpa

Minister Thomas Schmidt (CDU) enthüllt anlässlich der Eröffnung des Kompetenzzentrums für Strukturwandel eine Stele.

Für Weißwassers Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (parteilos) ist das Kompetenzzentrum ein wichtiges Signal für die Menschen im Revier. «Wir wissen hier in der Lausitz, dass eine Wende, wie sie 1989/90 vollzogen wurden, der Region keineswegs erneut zuzumuten ist. Der damalige Strukturbruch hat dazu geführt, dass Werte vernichtet, Chancen begraben und Biografien zerstört wurden. Das darf und das wird sich nicht wiederholen». Dass der erneute Strukturwandel gelingen könne, dafür stehe das neue Kompetenzzentrum. 
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Neben der SAS werden die Wirtschaftsinitiative Lausitz, die Entwicklungsgesellschaft Niederschlesische Oberlausitz, die Sächsische Aufbaubank – Förderbank, die Bürgschaftsbank, die mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen und die Technologiegründerfonds ins Büro ziehen. Diese Ansprechpartner sollen Projektträger des Strukturwandels an einem Tisch unbürokratisch und umfassend beraten. Projekte sollen so schneller geplant, beantragt und realisiert werden. Eine Ansiedlung weiterer Akteure ist bereits vorgesehen, um umfassender beraten zu können. Die SAS sieht sich als Förderlotse und Programmberater für Initiatoren von Strukturentwicklungs-Projekten.
Aufgabe der SAS ist es, die jährlichen Projekte kommunaler Vorhaben zum Strukturwandel auszuwählen. Dazu sollen ab 2021 Begleitausschüsse mit regionalen Vertretern gebildet werden. Insgesamt sollen durch den Bund bis 2038 rund 40 Milliarden Euro in die vom Kohleausstieg betroffenen Reviere in Deutschland fließen. 2,4 Milliarden Euro gehen in den kommenden Jahren allein in den sächsischen Teil der Lausitz. Dahinter stehen durchschnittlich 120 Millionen Euro pro Jahr für den Strukturwandel. Förderfähig sind unter anderem der Ausbau der Forschungs- und Bildungsinfrastruktur, touristischer Infrastruktur wie auch der Digitalisierung.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 2. Oktober 2020 12:01 Uhr

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