Ministerin weist Kritik zum Umgang mit Schweinepest zurück

Ministerin weist Kritik zum Umgang mit Schweinepest zurück

Brandenburgs Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hat die Kritik von Bauern und Jägern am Krisen-Management zur Schweinepest zurückgewiesen. Nach Bekanntwerden des ersten amtlich festgestellten Verdachts der Afrikanischen Schweinepest (ASP) hätten das Land und die betroffenen Landkreise sofort und umfassend reagiert, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. «Wir haben umgehend die Restriktionszonen ausgewiesen und das Kerngebiet um den Fundort schnell mit elektrischen Weidezäunen gesichert.» Das sei geschafft worden, weil das Land für den Ernstfall vorgesorgt habe.

Ursula Nonnemacher (Grüne), Verbraucherschutzministerin

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Ursula Nonnemacher (Grüne), Verbraucherschutzministerin von Brandenburg.

Brandenburger Landwirte und Jäger werfen den Behörden Versagen beim Kampf gegen die Schweinepest vor. «Wir fordern einen gemeinsamen und zentralen Krisenstab, der auch mit Kompetenzen ausgestattet sein muss», hatte Landesbauernpräsident Henrik Wendorff am Freitag in Teltow (Teltow-Fläming) gesagt. Derzeit seien die drei Landkreise Spree-Neiße, Oder-Spree und Dahme-Spreewald zuständig und deren Kompetenzen endeten jeweils an der Kreisgrenze. Das Wissen und die Pläne von Landesbauern- und Jagdverband zur Eindämmung seien bislang nicht gefragt gewesen.
Das Land stehe vom ersten Tag an täglich mit den Landwirten und Jägern im direkten Austausch und informiere sie umfassend und transparent über die Lage, sagte die Ministerin dazu. Zur Tagung des Landeskrisenstabs an diesem Freitag seien der Landesbauernverband, der Bauernbund, der Hybridschweinezuchtverband und der Landesjagdverband eingeladen worden. «Wir sorgen für einen direkten Informationsaustausch und sind offen für konstruktive Hinweise», so Nonnemacher.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 18. September 2020 15:01 Uhr

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