Traumtor: Schlotterbeck schießt Union weiter

Traumtor: Schlotterbeck schießt Union weiter

Der Matchwinner strahlte über das ganze Gesicht. «Mein schönstes Tor bisher», sagte Nico Schlotterbeck. Per Direktabnahme schoss der Neuzugang vom SC Freiburg den 1. FC Union Berlin am Samstagabend in der 118. Minute in die 2. Runde des DFB-Pokals. Nur mit viel Mühe und erst nach einer 30-minütigen Sonderschicht nahm der Fußball-Bundesligist die Hürde beim Zweitligisten Karlsruher SC und gewann mit 1:0 (0:0, 0:0) nach Verlängerung.

Der Berliner Nico Schlotterbeck bejubelt seinen Treffer zum 0:1

© dpa

Der Berliner Nico Schlotterbeck bejubelt seinen Treffer zum 0:1.

Die Partie wurde gemäß der aktuellen Corona-Verordnung in Baden-Württemberg vor 450 Zuschauern ausgetragen - darunter auch der frühere Karlsruher und heutige U21-Nationaltrainer von Schlotterbeck, Stefan Kuntz. «Es war der erwartet schwere Gegner», sagte der 20 Jahre alte Berliner Verteidiger. Ein Grashalm unter seinem linken Auge zeugte noch vom harten Kampf, den sein Team zu bestehen hatte. «Es war ein sehr schwieriges Los, vielleicht das schwierigste, das wir hätten bekommen können», sagte Union-Trainer Urs Fischer.
Die Eisernen, die offensiv neben ihrem nach wie vor am Knöchel lädierten Königstransfer Max Kruse auch auf den angeschlagenen Torjäger Sebastian Andersson verzichten mussten, begannen mit fünf Neuzugängen und durchaus druckvoll. Schon nach vier Minuten hätte Verteidiger Marvin Friedrich sie fast in Führung gebracht, er traf nach einer Ecke aber nur den Pfosten. Wenig später vergab Niko Gießelmann.
In der Folge präsentierte sich der KSC stabiler und mutiger. Mehr als einen weiteren Flachschuss von Gießelmann (37.) und einen Konter über Marcus Ingvartsen (40.) ließ er nicht zu. In beiden Situationen war Karlsruhes neue Nummer eins, Marius Gersbeck, zur Stelle. Auf der anderen Seite blieb ein Schlenzer von Marvin Wanitzek (25.) aber auch die einzige nennenswerte Chance der Gastgeber in der ersten Hälfte.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

Tipp: Urlaub in Brandenburg

Ausflugsziele, besondere Landschaften und Orte in Brandenburg plus Seen, Radtouren, Wanderungen, Ziele für Familien, Unterkünfte und mehr

Dafür kamen sie umso schwungvoller aus der Kabine. Robin Bormuth köpfte nach einer Ecke über das Tor (59.), Marco Djuricin prüfte den neuen Union-Keeper Andreas Luthe mit einem starken Schuss aus 20 Metern (74.). Der Bundesligist hingegen bot mit Ausnahme eines Hebers von Sheraldo Becker (72.) in der zweiten Hälfte so gut wie gar nichts. Die Verlängerung gestaltete sich wieder ausgeglichener.
Als alles schon auf ein Elfmeterschießen hindeutete, traf Schlotterbeck nach einem Freistoß von Gießelmann von der linken Seite sehenswert. «Der Ball kam ein bisschen in meinen Rücken, aber im Endeffekt freue ich mich darüber», sagte Schlotterbeck. Und ging grinsend davon.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 13. September 2020 08:20 Uhr

Weitere Meldungen