Bauern fordern von EU mehr Schutz für Regionalprodukte

Bauern fordern von EU mehr Schutz für Regionalprodukte

Die Bauern in Brandenburg fordern vor einem mehrtägigen Treffen der EU-Agrarminister in Koblenz mehr Schutz für regionale Produkte. «Gerade in der Corona-Krise haben wir gemerkt, wir müssen stärker Wert auf die regionale Versorgung legen», sagte der Sprecher des Landesbauernverbandes Tino Erstling am Freitag. Das habe der Verband bei einem Treffen mit dem Brandenburger EU-Parlamentarier Helmut Scholz (Linke) bei Michendorf deutlich gemacht.

Der Green Deal sei ein großes Thema in der EU, aber vor Ort müssten die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, sagte Erstling. «Wir wollen klimafreundlicher werden und auch für mehr Tierwohl sorgen», betonte er. Dadurch stiegen aber auch die Produktionskosten. Zudem konkurrierten die Bauern mit ausländischen Produkten. Wenn die EU mehr Nachhaltigkeit und Klimaneutralität wolle, müsse sie vorrangig die heimische Erzeugung stützen. «Wir brauchen deshalb mehr Schutz und das muss auf EU-Linie geklärt werden.»
Die EU-Agrarminister kommen von Sonntag bis Dienstag zu einer informellen Tagung in Koblenz zusammen. Im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft hatte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner dazu eingeladen. Die CDU-Politikerin will bis zum Herbst ein Konzept für die Reform der Agrarpolitik auf die Beine stellen.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 28. August 2020 14:51 Uhr

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