Steinmeier besucht Schloss Cecilienhof

Steinmeier besucht Schloss Cecilienhof

Rundgang an historischem Ort: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Freitag die Ausstellung «Potsdamer Konferenz 1945» im Schloss Cecilienhof in Potsdam besucht. «Die Entscheidungen, die hier vor 75 Jahren getroffen worden sind, haben die Nachkriegsordnung und die Beziehungen zwischen Ost und West in der Welt maßgeblich bestimmt», sagte Steinmeier nach einem Rundgang durch die Ausstellung.

Frank-Walter Steinmeier

© dpa

Frank-Walter Steinmeier (SPD), Bundespräsident.

Die Schau erinnere - neben dem Kriegsende - auch daran, welche Lehren aus dem Krieg, aus dem millionenfachen Tod und aus Folter und Vertreibung gezogen worden sind. So wie etwa die Gründung der Vereinten Nationen und die internationale Zusammenarbeit, die Frieden bewahren sollte. Eine Lehre, die im 21. Jahrhundert nicht weniger wichtig sei, sagte er.
Die internationale Zusammenarbeit brauche man eben nicht nur zur Vermeidung von Krisen und Kriegen, sondern man brauche sie auch, um heutige Bedrohungen wie beispielsweise den Klimawandel zu meistern.
Die Sonderausstellung in dem Preußenschloss erinnert anhand von Tagebuchauszügen, historischem Film- und Fotomaterial sowie multimedialen Projekten an den Schicksalssommer vor 75 Jahren. Vom 17. Juli bis zum 2. August 1945 kamen hier die Siegermächte über Nazi-Deutschland zusammen - darunter Harry S. Truman (1884-1972) für die USA, für die UdSSR Josef Stalin (1878-1953) und für Großbritannien Winston Churchill (1874-1965). Sie entschieden in dem Preußenschloss über die Zukunft Europas.
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© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Im Vordergrund der Ausstellung stehen die Entscheidungen der «Großen Drei». Aber auch Randfiguren kommen zu Wort. Für sie, für die persönlichen Schicksale, habe sich Steinmeier laut dem Kurator der Ausstellung, Matthias Simmich, sehr interessiert. So beispielsweise für die junge Sekretärin Joy Milward (heute Hunter), die Churchill nach Potsdam begleitete und ihre Erinnerungen in einem Tagebuch festhielt, dass in der Ausstellung zu sehen ist.
Seit der Eröffnung der Ausstellung am 23. Juni kamen nach Angaben der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg rund 17 000 Besucherinnen und Besucher. Die Stiftung bezeichneten das angesichts coronabedingter Einschränkungen als eine gute Quote.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 21. August 2020 17:10 Uhr

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