Corona: Pflegende Angehörige in Brandenburg stark belastet

Corona: Pflegende Angehörige in Brandenburg stark belastet

Pflegende Angehörige sind nicht selten an ihrer Belastungsgrenze - durch die Corona-Krise hat sich das Problem in Brandenburg noch verschärft. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. «Die Pflegesituation war für viele pflegende Angehörige emotional herausfordernd», sagt Gabriel Hesse, Sprecher des Potsdamer Gesundheitsministeriums. Er verweist dabei auf die Studie «Pflegende Angehörige in der COVID-19-Krise», die vom «Zentrum für Qualität in der Pflege» (ZQP) und der Charité-Universitätsmedizin Berlin durchgeführt worden ist. Bundesweit hatten dazu 1000 pflegende Angehörige zwischen 21. April und 2. Mai an einer Online-Befragung teilgenommen.

Eine Frau hält die Hand einer Bewohnerin in einem Seniorenzentrum

© dpa

Eine Frau hält die Hand einer Bewohnerin in einem Seniorenzentrum.

«Sie berichten über Gefühle der Hilflosigkeit, belastende Konflikte, Verzweiflungsgefühle», sagt der Sprecher. Besonders besorgt, die Pflege nicht mehr zu schaffen, seien Angehörige von Menschen mit Demenz gewesen. In Brandenburg werden Gabriel Hesse zufolge rund 82 Prozent der 132 000 Pflegebedürftigen daheim gepflegt. Über die Hälfte der Pflegebedürftigen würde keinerlei Unterstützung durch ambulante Pflegedienste in Anspruch nehmen. Die Zahl der pflegenden Angehörigen schätzt das Ministerium auf über 200 000.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 15. August 2020 09:25 Uhr

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