Polizeieinsätze an Badeseen: Unvorsicht bei Waldbrandgefahr

Polizeieinsätze an Badeseen: Unvorsicht bei Waldbrandgefahr

An den Brandenburger Seen tummeln sich derzeit viele Badelustige, doch nicht alle reagieren mit genügend Vorsicht auf die hohe Waldbrandgefahr. Die Brandenburger Polizei musste seit dem vergangenen Freitag nach eigenen Angaben zu 31 Einsätzen an Badestellen ausrücken. «Die Bandbreite reichte von illegalen Veranstaltungen über Ruhestörung, bis hin zum Lagerfeuer», berichtete Sprecher Torsten Herbst am Dienstag. Man sei zwar «mit Augenmaß unterwegs», es sei aber nicht nur bei Belehrungen geblieben. Auch Ordnungswidrigkeiten wurden aufgenommen und Anzeigen erstattet.

Raimund Engel, Waldbrandschutzbeauftragter Brandenburg

© dpa

Raimund Engel, Waldbrandschutzbeauftragter Brandenburg.

So löste die Polizei am Samstag eine illegale Veranstaltung mit etwa 100 Menschen auf. In einem leerstehenden Bunker im Waldgebiet an der Lehnitzschleuse in Oranienburg hatte ein Veranstalter mit einem Generator eine umfangreiche Licht- und Musiktechnik aufgebaut. Aufgrund der höchsten Waldbrandgefahrenstufe (5) und des ruhestörenden Lärms wurden Ordnungswidrigkeiten festgestellt und Platzverweise erteilt.
Nach Angaben des Waldbrandschutzbeauftragten, Raimund Engel, bedenken viele Besucher die derzeit hohe Waldbrandgefahr nicht ausreichend. Er warnte ausdrücklich vor Lagerfeuern und Grillen im Wald und an den Badeseen. Auch wildes Parken im Wald sei gefährlich. «Wir können nicht überall kontrollieren», sagte Engel. Kontrollen vor allem auch am Wochenende durchzuführen sei aufwendig. Dafür Personal der Forst- und Ordnungsämter abzustellen, sei unverhältnismäßig. Deshalb setze er auf die Vernunft der Bevölkerung und der Gäste im Land.
Die derzeit brütende Hitze wirkt sich auch auf den Trinkwasserverbrauch aus. Im Süden Brandenburgs berichtete die Lausitzer Wasser GmbH (LWG) von einem kräftig gestiegenen Verbrauch. Am Freitag sei der größte Wasserverbrauch des Jahres verzeichnet worden, sagte die Sprecherin des Versorgers, Marina Röwer. Demnach wurden am Freitag 31 322 Kubikmeter Wasser verbraucht. Das sei mehr als doppelt so viel wie an durchschnittlichen Tagen, erklärte Röwer. Da würden rund 15 000 Kubikmeter genutzt. Am vergangenen Wochenende sei ähnlich viel Wasser verbraucht worden. Zunächst hatte der rbb darüber berichtet.
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Die niedersächsische Gemeinde Lauenau hatte am Wochenende einen Trinkwasserengpass gemeldet. Sie setzt nun auf die Bereitschaft der Menschen, Wasser zu sparen.
Röwer zufolge ist trotz Hitze und Trockenheit die Versorgung mit Trinkwasser nicht gefährdet. «Wir haben die letzten zwei Jahre gut gemeistert, die waren noch wesentlich trockener». Die Kollegen seien vorbereitet, die Wasservorkommen gesichert.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 11. August 2020 16:47 Uhr

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