Brandenburg: Wildbret auch über Regionalsiegel vermarkten

Brandenburg: Wildbret auch über Regionalsiegel vermarkten

Brandenburgs Landwirtschaftsministerium will die Vermarktung von Wild stärken, das von Jägern geschossen wurde. Dazu habe der Landesjagdbeirat kürzlich beschlossen, eine externe Studie in Auftrag zu geben, teilte das Ministerium auf eine Anfrage aus der SPD-Landtagsfraktion mit. Unter anderem soll Wildbret in das geplante Brandenburger Regionalsiegel für Agrarprodukte aufgenommen werden. Dem Jagdbeirat gehören Vertreter verschiedener Interessengruppen an, darunter Jäger, Landwirte und Waldbesitzer.

Wildbret

© dpa

Wildprodukte liegen in einem Verkaufswagen.

Auf die bessere regionale Wildvermarktung hatten sich SPD, CDU und Grüne in ihrer Koalitionsvereinbarung vom Oktober des vergangenen Jahres geeinigt. Dazu sollen Kooperationen von Jägern, Landwirten und Waldbesitzern gefördert werden. Die Koalitionäre einigten sich auch darauf, das Brandenburger Jagdgesetz zu novellieren. Damit sollen die biologische Vielfalt in den Wäldern und der Tier- und Artenschutz besser berücksichtigt sowie der Wildbestand neu geregelt werden.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Um die Baumschäden durch Wildverbiss zu minimieren, sollen auch die Abschusspläne für Rehe und Hirsche neu festgesetzt werden. In der Anfrage an die Landesregierung wird jedoch darauf verwiesen, dass die Jäger für das gejagte Wild kaum Abnehmer zu kostendeckenden Preisen finden. Das soll sich nach den Plänen des Ministeriums nun ändern.
Wie es in der Antwort auf die Anfrage weiter heißt, wird die Leistungsbeschreibung für die Vergabe der Studie derzeit erarbeitet. Geprüft werden soll dabei auch, ob die Anschaffung von Kühl- und Zerlegekapazitäten für Wildbret finanziell unterstützt werden könne. Für das geplante Regionalsiegel würden Unternehmen und Verbände derzeit befragt. Ein Ergebnis werde für September erwartet.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 27. Juli 2020 07:34 Uhr

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