Ministerium: Szene-Treff für Rechtsextreme befürchtet

Ministerium: Szene-Treff für Rechtsextreme befürchtet

Das Brandenburger Innenministerium befürchtet im Spreewald das Entstehen eines Treffpunkts für Anhänger der rechtsextremen Szene. Einen entsprechenden Bericht der «Berliner Morgenpost» bestätigte der Sprecher des Innenministeriums, Martin Burmeister, am Dienstag auf Anfrage. Demnach sollen in Burg im Spreewald Unternehmer, die erhebliche Bezüge zur rechtsextremistischen Mischszene im Raum Cottbus aufwiesen, eine Immobilie für Treffpunkte erworben haben.

Es gebe besondere logistische Voraussetzungen für rechtsextremistische Events wie etwa Konzerte, sagte Burmeister. Das Gebäude sei bereits kurz nach Lockerung der Corona-Maßnahmen an Himmelfahrt von zahlreichen Anhängern der rechtsextremistischen Szene aufgesucht worden. «Daher ist zu befürchten, dass diese Immobilie auch als Szene-Objekt nutzbar gemacht werden kann.»
Corona-Studie
© Max-Planck-Gesellschaft

Große Berliner Corona-Studie

Wie erging es Ihnen vor, während und nach dem Lockdown? Ihre Erfahrungen sind wichtig - damit wir derartige Herausforderungen zukünftig besser bewältigen können. mehr

Die Sicherheitsbehörden haben dem Sprecher zufolge bereits Informationsgespräche mit Vertretern vor Ort geführt. Vor dem Hintergrund der Erkenntnisse seien jetzt insbesondere die Entscheidungsträger vor Ort gefordert.
Der Amtsdirektor von Burg, Tobias Hentschel, äußerte sich besorgt. Burg sei ein weltoffener, toleranter und gastfreundlicher Ort. «Nationalsozialistische Ideologien haben bei uns keinen Platz.» Cottbus gilt beim Verfassungsschutz Brandenburg als Schwerpunkt des Rechtsextremismus im Land. Unter anderem hat die Behörde den Verein «Zukunft Heimat» in Südbrandenburg als «erwiesen rechtsextremistisch» und damit als Beobachtungsobjekt eingestuft.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 30. Juni 2020 17:31 Uhr

Weitere Meldungen