Woidke: BASF in Schwarzheide treibt wichtige Projekte voran

Woidke: BASF in Schwarzheide treibt wichtige Projekte voran

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat sich bei dem Chemiekonzern BASF dafür bedankt, dass es zwei wichtige Investitionsprojekte trotz Corona weiter vorantreibe. «So können Industriearbeitsplätze in der Region gesichert und geschaffen werden», sagte Woidke am Mittwoch bei einem Besuch am Standort Schwarzheide. Mit Blick auf die Gesetze zum Kohleausstieg und zur Strukturstärkung seien die Großprojekte eine gute Nachricht. «So können Industriearbeitsplätze in der Region gesichert und geschaffen werden.»

Woidke besucht BASF Schwarzheide

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Ein Gerüst umgibt ein Tanklager auf dem Werkgelände der BASF Schwarzheide GmbH.

Der Chemiekonzern befindet sich nach eigenen Angaben trotz Corona-Krise bei den beiden Projekten im Zeitplan. Sowohl die Kathodenfabrik als auch das Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) sollen wie geplant 2022 in Betrieb gehen, sagte Geschäftsführer Jürgen Fuchs. «Wir sind ein Lausitzer Unternehmen und sehen uns daher natürlich in der Verantwortung, den Strukturwandel dieser Region aktiv mitzugestalten», erklärte er.
Die Herstellung von Kathodenmaterialien am Standort Schwarzheide ist Teil eines Investitionsplans von BASF zum Aufbau einer europäischen Wertschöpfungskette für Elektrofahrzeuge. Mit der Modernisierung des Gas- und Dampfturbinenwerkes sollen unter anderem Voraussetzungen geschaffen werden, um erneuerbare Energie in die Energieversorgung des Standortes zu integrieren.
Fuchs sprach aber auch von «massiven» Einbrüchen des Unternehmens in der Corona-Krise, weil man bei vielen Segmenten an der Automobilindustrie hänge. Es habe jedoch keine Produktionsanlage abgestellt werden müssen, betonte er. 450 Mitarbeiter seien seit April in Kurzarbeit, bis zu 500 hätten im Homeoffice gearbeitet.
Der Standort habe wegen der erneuerbaren Energien beste Voraussetzungen, ein noch stärkerer Standort zu werden, sagte Woidke und sicherte weitere Unterstützung des Landes zu. An die Mitarbeiter gewandt sagte er, er wisse um die «vielen Sorgenfalten», glaube aber, dass BASF durch gute Arbeit gut aus der Krise kommen werde.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 24. Juni 2020 14:41 Uhr

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