Creditreform: Insolvenzgefahr unter Bundesdurchschnitt

Creditreform: Insolvenzgefahr unter Bundesdurchschnitt

Die Insolvenzgefahr ist für Unternehmen in Brandenburg geringer als in den meisten anderen Bundesländern. Mit 44 Insolvenzen je 10 000 Unternehmen gehörte Brandenburg im deutschlandweiten Pleiteranking der Wirtschaftsauskunftei Creditreform zu den fünf Bundesländern mit den wenigsten Insolvenzen. Am geringsten war die Pleitegefahr bei Firmen in Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern mit jeweils unter 40 Insolvenzen je 10 000 Unternehmen.

Schuldner-Atlas

© dpa

Eine Brille liegt über dem Schuldneratlas für Deutschland in einem Konferenzraum der Creditreform.

Im Bundesdurchschnitt registrierte die Wirtschaftsauskunftei 54 Insolvenzen je 10 000 Unternehmen. Die meisten Pleiten gab es in der ersten Jahreshälfte in Bremen mit 116 und in Berlin mit 92 Insolvenzen je 10 000 Unternehmen.
Bundesweit gab es laut der Wirtschaftsauskunftei 8900 Unternehmensinsolvenzen im ersten Halbjahr. Trotz der Corona-Krise sank die Fallzahl um 8,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Insolvenzgeschehen habe sich damit von der tatsächlichen Situation der deutschen Unternehmen entkoppelt, so die Fachleute. Sie befürchten eine deutliche Verschärfung des Insolvenzgeschehens in der zweiten Jahreshälfte und im kommenden Jahr.
Corona-Studie
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 15. Juni 2020 11:09 Uhr

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