Länderchefs wollen mit Merkel über Corona-Tests beraten

Länderchefs wollen mit Merkel über Corona-Tests beraten

Die Regierungschefs der Länder wollen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der nächsten Woche über die Strategie für weitere Corona-Tests beraten. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sagte am Freitag in Potsdam, die Länder seien hierbei bereits aktiv, aber es gebe große Unterschiede. «Wir haben aber das große Interesse, glaube ich, dass diese Teststrategien miteinander weitgehend (...) harmonisiert werden», sagte der amtierende Bundesratspräsident.

Angela Merkel (CDU)

© dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht.

Das Ziel sei, Infektionen schnell zu erkennen und Menschen zu schützen, sagte Woidke. Ein bundesweites Interesse gebe es auch an einer zentralen Auswertung der Testdaten, um neue Erkenntnisse über das Coronavirus zu bekommen. Die Länderchefs wollen nach seinen Angaben auch über den Umgang mit Großveranstaltungen, über die Öffnung von Schulen und Kitas sowie über das Konjunkturpaket beraten.
Tests auf das Coronavirus können nach einer Verordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) künftig deutlich ausgeweitet werden - und zwar auch ohne Krankheitsanzeichen und besonders in sensiblen Bereichen wie Pflegeheimen. Zahlen sollen das die gesetzlichen Kassen.
Brandenburg will freiwillige Corona-Tests für Lehrer und Kita-Erzieher starten, weil Kitas ab kommendem Montag und Schulen nach den Sommerferien ab 10. August wieder komplett öffnen sollen. Dazu kommen Stichproben-Tests für Schüler und Kita-Kinder sowie für Pflegekräfte und die Bewohner in Pflegeheimen. Die freiwilligen Tests sollen aus dem Rettungsschirm des Landes finanziert werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 12. Juni 2020 16:22 Uhr

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