Jetzt unter Denkmalschutz: Mauerstück in Berlin-Pankow

Jetzt unter Denkmalschutz: Mauerstück in Berlin-Pankow

Mehr als 30 Jahren nach dem Mauerfall ist ein Reststück der DDR-Sperranlagen in Berlin-Pankow unter Denkmalschutz gestellt worden. Damit sei ein originales Zeugnis deutsch-deutscher Geschichte dauerhaft gesichert, sagte eine Sprecherin der Berliner Mauer-Stiftung am Mittwoch. Das Landesdenkmalamt habe einen kleinen Teil der Hinterlandmauer gesichert, die zur sogenannten Vorfeldsicherung der DDR-Grenzanlagen gehörte - als Sperre vor dem eigentlichen Grenzstreifen.

Das Teilstück an der Dolomitenstraße gehöre nicht zur Mauer-Stiftung, diese setze sich aber seit längerem zusammen mit dem DDR-Museum für den Erhalt ein, so die Sprecherin. Insofern sei es ein Erfolg, dass nun wenigstens Teile unter Denkmalschutz gestellt werden konnten. Die Reste sind laut Stiftung bereits sei längerem bekannt, waren aber nicht im Blick der Öffentlichkeit.
Im Gespräch sei nun, eine Hinweistafel mit Erläuterungen zu erarbeiten. Es werde deutlich, wie weit die Grenze zu DDR-Zeiten in das Leben der Menschen hineinreichte, so die Sprecherin.
DDR-Museum und Stiftung wollten mehr Aufmerksamkeit auf historische Zeugnisse gerade an weniger prominenten Orten in Berlin lenken. «Es gibt nicht nur die East Side Gallery und Bernauer Straße», hieß es. An manchen Stellen in der Stadt zeige sich bis heute, wie weit die Grenzanlagen zu DDR-Zeiten in das Leben der Menschen hineinreichten,
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Vor mehr als zwei Jahren gab es Aufregung um das Mauerstück. Ein Heimatforscher hatte es als letztes existierendes Stück der Ur-Mauer präsentiert, woran es aber Zweifel gab.
An diesem Freitag wollen die Mauer-Stiftung und das DDR-Museum bei einer Besichtigung (10.00 Uhr) die dortigen Mauerreste vorstellen und über ihre Bedeutung diskutieren.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 13. Mai 2020 15:58 Uhr

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