Angelforscher rechnet mit größerem Andrang in Brandenburg

Angelforscher rechnet mit größerem Andrang in Brandenburg

Brandenburg könnte aus Sicht von Fischereiforscher Robert Arlinghaus in dieser Angelsaison einen deutlich stärkeren Zulauf von Anglern bekommen. «Die Menschen haben gerade einfach viel mehr Zeit», so der Berliner Professor mit Blick auf die Corona-Krise. Eine stärkere Nutzung sei für die Gewässer nicht problematisch. Brandenburg sei ein wahres Eldorado und immer noch viel zu wenig im Fokus vieler Angler. Berlin hatte das Angeln in der Corona-Krise zwischenzeitlich sogar verboten. Aus Sicht des Forschers eine «Posse».

Ein Angler sitzt am Ufer der Havel

© dpa

Ein Angler sitzt am Ufer der Havel.

«Wer als Angeltourist zum Angeln fährt, hat eher Mecklenburg-Vorpommern im Blick oder fährt nach Holland, Schweden oder Dänemark», so Arlinghaus. Vielen Menschen sei gar nicht bekannt, welche Möglichkeiten Brandenburg biete. «Egal, wo man ist, meistens findet man oft noch Wildnis pur», schwärmt der passionierte Angler, der seit Jahren unter anderem das Verhalten von Gleichgesinnten erforscht.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Das Angeln liege insgesamt wieder etwas mehr im Trend. Es sei aber keine Massenbewegung. «Vor allem 30- bis 50-jährige Städter entdecken die Aktivitäten auf dem Land wieder für sich. Angeln ist für viele Entschleunigung und Abenteuer», so der Professor, der an der Humboldt-Universität Berlin und dem Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei tätig ist.
In Brandenburg können Angler 16 000 Hektar Verbandsgewässer nutzen. Hinzu kommen weitere 16 000 Hektar, die der dortige Anglerverband in Kooperation mit Erwerbsfischern bewirtschaftet.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 8. Mai 2020 08:21 Uhr

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