Bildungsministerin sieht Schulen gut gerüstet

Bildungsministerin sieht Schulen gut gerüstet

Seit Montag sind die Schulen in Brandenburg wieder voller: Die sechsten Klassen der Grundschulen, die neunten und zwölften Klassen der Gesamtschulen und die elften Klassen der Gymnasien begannen mit dem Unterricht. Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) sieht die Schulen in der Corona-Krise gut vorbereitet und will Ansteckungen verhindern, wie folgt: «Indem die Abstände an den Schulen eingehalten werden. Indem Gruppen geteilt werden. Indem manche Gänge zu Einbahnstraßen werden», sagte sie der Zeitung «Der Prignitzer» (Montag).

Bildungsministerin Britta Ernst (SPD)

© dpa

Britta Ernst (SPD), Brandenburgs Ministerin für Bildung, Jugend und Sport, bei einer Pressekonferenz.

«Wir haben ein umfangreiches Hygienekonzept für die Schulen aufgestellt», unterstrich Ernst. Zehntklässler hatten schon zuvor wieder Unterricht. Lehrer sehen die weitere Öffnung indes skeptisch. «Wir kommen uns etwas vor wie eine Experimentiergruppe», sagte der Präsident des Brandenburgischen Pädagogen-Verbandes, Hartmut Stäker, dem RBB-Inforadio. Zunächst sollten Tische regelmäßig desinfiziert werden, nun solle Seife genügen. «Ob es ausreicht, wissen wir nicht.»
Der Verbandschef warnte vor einer personellen Überlastung der Lehrer, wenn die Klassen in Grundschulen auf zwei Räume aufgeteilt werden und an den anderen Schulen Klassen tageweise wechseln. «Ich brauche dann doppelt so viele Lehrer, wenn ich alle unterrichten will, und doppelt so viele Räume, die ich nicht habe», erklärte Stäker. Die andere Hälfte der Schüler müsse zuhause unterrichtet werden.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 4. Mai 2020 11:51 Uhr

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