Wissenschaftsministerin dringt auf mehr Hilfe für Studenten

Wissenschaftsministerin dringt auf mehr Hilfe für Studenten

Brandenburgs Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD) hat von der schwarz-roten Bundesregierung mehr Unterstützung für Studenten in der Corona-Krise gefordert. «Leider sieht es so aus, als könnte eine Personengruppe durch das Raster der vielfältigen Maßnahmen fallen: die Studierenden. Dabei wurden sie besonders hart getroffen», schreibt Schüle in einem Gastbeitrag für den Blog des Journalisten Jan-Martin Viarda. Ein Großteil der Jobs neben dem Studium falle weg, Studenten könnten nicht vom Kurzarbeitergeld profitieren und hätten keinen Zugang zu Hartz IV. Die Studierenden könnten erst staatliche Hilfe beantragen, wenn über die Anträge ihrer Eltern entschieden sei, das könne einige Zeit dauern. Noch dramatischer sei die Lage für viele ausländische Studierende.

Manja Schüle (SPD)

© dpa

Manja Schüle (SPD), Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur in Brandenburg, spricht.

Die frühere Bundestagsabgeordnete schlägt vor, dass Studenten schnell Zugang zu Bafög bekommen, die bisher keine Berechtigung haben und deren Eltern infolge der Krise erheblich weniger verdienen. Für Studenten, die Bafög-Unterstützung erhalten, müssten die Auszahlungen steigen, fordert Schüle. Ausländische Studierende sollten zumindest vorübergehend einbezogen werden.
Die Bundesregierung hatte Erleichterungen für Bafög-Empfänger angekündigt. Danach soll es Anreize für Bafög-Bezieher geben, sich in der Krise in sogenannten systemrelevanten Bereichen zu engagieren. Nicht nur Verdienste aus Tätigkeiten in Gesundheitseinrichtungen sollen nicht mehr auf das Bafög angerechnet werden, sondern auch die etwa in der Lebensmittelbranche.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 14. April 2020 15:36 Uhr

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