Sozialministerium führt Referat für Frauenpolitik ein

Sozialministerium führt Referat für Frauenpolitik ein

Das Sozialministerium in Brandenburg trägt seit November zwar nicht mehr den Titel Frauenministerium - hat aber seit 1. April ein Referat für Frauen. «Frauenpolitik bekommt im Land wieder ein deutliches Gesicht», erklärte Sozialministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Freitag in Potsdam. Ein Schwerpunkt der Arbeit des Referats «Frauen, Gleichstellung, Antidiskriminierung, Queere Lebensweisen» werde es sein, die «Istanbul-Konvention» zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt umzusetzen. Das Ministerium wolle vor allem die Arbeit von Frauenhäusern stärken. Die Landesgleichstellungsbeauftragte werde demnächst ihre Arbeit aufnehmen, die Stelle war unbesetzt.

Ursula Nonnemacher gestikuliert

© dpa

Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen), Sozialministerin von Brandenburg, gestikuliert.

Der Frauenpolitische Rat wertete das Referat positiv. «Wir sind sehr begeistert, weil das die Strukturen verbessert und wir bessere Ansprechpartner haben», sagte die Referentin Öffentlichkeitsarbeit, Verena Letsch. Der Rat bedaure zwar, dass das Ministerium nicht mehr auch die Frauen im Titel trage, könne aber Nonnemacher auch als Frauenministerin ansprechen. Bis November hieß das Ressort Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, nun ist es für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz zuständig. Der Frauenpolitische Rat ist ein Zusammenschluss von 23 Verbänden, Organisationen, Vereinen und Frauengruppen von Gewerkschaften, Kirchen und Parteien in Brandenburg.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 3. April 2020 16:08 Uhr

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