GEW kritisiert Abiturprüfungen trotz Corona

GEW kritisiert Abiturprüfungen trotz Corona

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Brandenburg appelliert an das Bildungsministerium, die Schulen für die Abiturprüfungen mit Desinfektions- und Hygienemitteln auszustatten. «Die Schulen sind nicht in der Lage, diese notwendigen Schutzmittel selbst zu beschaffen und es ist auch nicht ihre Aufgabe», heißt es in einer Mitteilung vom Freitag. Aus einem Schreiben des Bildungsministeriums an die Schulträger vom Donnerstag geht hervor, dass die Schulen selbstständig Hygieneartikel und soweit möglich Desinfektionsmittel zur Verfügung stellen müssen.

Bildungsministerin Britta Ernst hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass die Abiturprüfungen wie geplant am 20. April starten sollen - allerdings mit strengen Hygiene- und Abstandsregeln.
GEW-Chef Günther Fuchs weist zudem darauf hin, dass aktuell vorrangig Krankenhäuser, Arztpraxen und Pflegeheime mit den notwendigen Schutzmitteln versorgt werden müssten. «Es macht wenig Sinn, dass die Schulen sich auch noch um die zu wenigen Mittel streiten.» Außerdem fordert er, bei den Abiturprüfungen besondere Maßnahmen für Risikogruppen zu treffen. Gesundheit von Schülern und Lehrern müsse «absolute Priorität haben». Die GEW weist weiter darauf hin, dass sich «alle Beteiligten in einer angespannten Situation befinden» und nicht absehbar sei, wie sich die Lage in den kommenden Wochen entwickle.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 3. April 2020 13:27 Uhr

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