Woidke rechnet mit Rückhalt für neues Spitzen-Duo

Woidke rechnet mit Rückhalt für neues Spitzen-Duo

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke rechnet beim SPD-Parteitag am kommenden Wochenende mit großer Zustimmung für das designierte Spitzen-Duo Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken. «Ich bin fest davon überzeugt, dass der Parteitag da einen Beschluss fasst mit einer sehr, sehr großen Mehrheit», sagte der SPD-Landeschef am Dienstag. Er betonte zugleich, die Führung bestehe nicht nur aus den beiden. «Wir haben eine kollektive Führung, wir werden über alle Fragen, die in Rede stehen, gemeinsam zu diskutieren haben.»

Dietmar Woidke (SPD)

© dpa

Dietmar Woidke, Ministerpräsident und SPD-Vorsitzender in Brandenburg.

Walter-Borjans und Esken hatten den Mitgliederentscheid um den SPD-Vorsitz gewonnen, aus ihrer Sicht muss der Koalitionsvertrag mit der Union nachverhandelt werden. Woidke forderte derweil Stabilität. «Wir haben große Vorhaben», sagte er und nannte Kohleausstieg und Klimaschutz als Beispiele. «Deswegen kann ich nur dafür plädieren, hier nicht aus irgendwelchen Befindlichkeitsgründen aus der großen Koalition rauszugehen. Wenn man rausgeht, braucht man dafür einen guten Grund, den sehe ich derzeit nicht.»
Woidke hatte Finanzminister Olaf Scholz und Klara Geywitz gewählt, die jedoch unterlagen. Er begrüßte, dass die frühere Landtagsabgeordnete Geywitz nun für den stellvertretenden SPD-Vorsitz kandidieren will. Ostdeutschland solle in der Parteispitze vertreten sein, sagte der Regierungschef. «Ich glaube, sie kann da eine sehr, sehr gute Rolle spielen.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 3. Dezember 2019 17:35 Uhr

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