Studie: Pflege-Eigenanteile in Brandenburg stark gestiegen

Studie: Pflege-Eigenanteile in Brandenburg stark gestiegen

Heimbewohner in Brandenburg müssen einer bundesweiten Studie zufolge für ihre Pflege mehr aus eigener Tasche zahlen. Wie eine Auswertung des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) ergab, stieg der Eigenanteil von Anfang 2018 bis Mitte 2019 um rund 31 Prozent von 506 auf 661 Euro. In Berlin kletterten die Kosten im gleichen Zeitraum um knapp 9 Prozent auf 841 Euro.

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Eine Pflegekraft geht in einem Pflegeheim mit einer älteren Dame über einen Korridor.

Der Zuwachs in Brandenburg lag über dem bundesweiten Wert: Deutschlandweit gab es ein Plus von 16,9 Prozent auf 693 Euro. Ausgewertet wurden Daten des Verbands der Ersatzkassen (vdek) zum 1. Januar 2018 und zum 1. Juli 2019. Im Osten stieg der Anteil besonders stark: In Mecklenburg-Vorpommern betrug der Zuwachs rund 78 Prozent.
Hintergrund ist, dass die Pflegeversicherung - anders als die Krankenversicherung - nur einen Teil der Kosten trägt. Dazu kommen für Heimbewohner noch Kosten für Unterkunft, Verpflegung und für Investitionen in den Einrichtungen. Insgesamt ergeben sich im Bundesschnitt derzeit fast 1900 Euro Zahlungen aus eigener Tasche.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 25. November 2019 05:41 Uhr

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