In die Oder gestoßen: Opfer als Zeugin im Prozess erwartet

In die Oder gestoßen: Opfer als Zeugin im Prozess erwartet

Frankfurt (Oder) (dpa/bb) – Der Prozess um einen lebensgefährlichen Stoß in die Oder geht heute mit der Vernehmung des Opfers weiter. Die Frau, die in dem Verfahren am Landgericht Frankfurt (Oder) als Nebenklägerin auftritt, soll als Zeugin gehört werden. Angeklagt sind zwei Frauen im Alter von 19 und 31 Jahren wegen versuchten Mordes. Ihnen wird vorgeworfen, am 7. Januar 2019 ihr damals 34 Jahre altes Opfer aus niedrigen Beweggründen in den eiskalten Fluss gestoßen zu haben, um sie zu töten. Zum Prozessauftakt hatten die Frauen zu den Vorwürfen geschwiegen.

Landgericht Frankfurt (Oder)

© dpa

Akten liegen in einem Verhandlungssaal des Landgerichts auf einem Tisch.

Das Opfer war in dem eiskalten Wasser und der starken Strömung der Oder zunächst abgetrieben, hatte sich aber letztlich mit schweren Unterkühlungen aus dem Fluss ziehen können. Laut Anklage war das Opfer zuvor von einer sechsköpfigen Gruppe, zu der die beiden Angeklagten gehörten, massiv misshandelt und bestohlen worden. Das Motiv sei gewesen, dass das Opfer zu einem der Männer aus der Gruppe eine gescheiterte Beziehung hatte - dieser habe sich rächen wollen. Die Angeklagten, die einen Tag nach der Tat festgenommen wurden und seitdem in U-Haft sitzen, sollen beschlossen haben, die 34-Jährige zu töten, um die vorausgegangenen Straftaten zu vertuschen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 27. Oktober 2019 17:35 Uhr

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