Menschen in Potsdam: Solidarität mit jüdischer Gemeinde

Menschen in Potsdam: Solidarität mit jüdischer Gemeinde

Dutzende Menschen haben bei einem Gedenken am Freitagabend in Potsdam Solidarität mit der jüdischen Gemeinde gezeigt. Sie versammelten sich in der Nähe des Gebetshauses. Einige hatten Kerzen dabei. Der Landesrabbiner Nachum Presman sagte: «Ich habe keine Angst in Deutschland zu leben. Ich weiß, dass die Mehrheit der Menschen in Deutschland tolerante und gute Menschen sind.»

Solidarität mit jüdischer Gemeinde

© dpa

Ein Zettel mit der Aufschrift "Solidarität" liegt zwischen Blumen.

Die Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Potsdam, Angelika Zädow, betonte das Miteinander. «Damit ein für alle Mal klar ist: Wir gehören zusammen auf dem Weg des Friedens und des Respekts», erklärte sie in einem Aufruf zuvor. Brandenburgs Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke unterstützte den Aufruf und nahm an der Aktion teil.
Am Mittwoch hatte ein Attentäter in Halle versucht, sich mit Waffengewalt Zutritt zu einer Synagoge zu verschaffen. Als ihm dies nicht gelang, erschoss er eine Passantin und einen Mann in einem Döner-Imbiss. Die Polizei in Brandenburg verstärkte daraufhin ihre Präsenz vor jüdischen Einrichtungen. Es gibt sieben jüdische Gemeinden in Brandenburg. Die Evangelische Kirche Deutschland hatte bundesweit zu Menschenketten rund um Synagogen aufgerufen. In Cottbus und Potsdam hatte es am Donnerstag Mahnwachen gegeben.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 11. Oktober 2019 19:41 Uhr

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