Spree und Schwarze Elster: Entspannung, keine Entwarnung

Spree und Schwarze Elster: Entspannung, keine Entwarnung

Der Regen vom vergangenen Wochenende hat Spree und Schwarzer Elster etwas Entspannung eingebracht. Entwarnung gibt es jedoch aufgrund des weiterhin niedrigen Pegelstandes noch nicht, wie das Umweltministerium am Dienstag mitteilte. Zuvor hatte sich die länderübergreifende Arbeitsgruppe «Extremsituation» unter Leitung des Landesamtes für Umwelt beraten. Das Abpumpen bleibe weiterhin verboten, hieß es weiter.

Schild "Schwarze Elster"

© dpa

Ein Schild mit der Aufschrift «Schwarze Elster» ist vor dem ausgetrockneten Flussbett der Schwarzen Elster zu sehen.

Zuletzt sei in der Spree in Brandenburg am Unterpegel Leibsch ein Abfluss von etwa acht Kubikmeter pro Sekunde gemessen worden. Normal seien im Oktober 18. Durch Niederschlag, Zugaben aus der Talsperre Spremberg sowie dem Ablassen von Wasser aus Fischteichen sei der Abfluss im Vergleich zu den vergangenen Wochen weiter allmählich angestiegen.
Auch an der Schwarzen Elster hat sich die Lage nach Ministeriumsangaben etwas entspannt. Der Nebenfluss der Elbe führe nach regenreichen Tagen wieder überall Wasser. Zuletzt war der Abschnitt zwischen den Wehren Kleinkoschen und Senftenberg lange Zeit trocken. Dennoch seien die Pegelstände auf niedrigem Niveau: Der Abfluss unterhalb von Senftenberg am Pegel Biehlen 1 betrage nur rund 0,4 Kubikmeter pro Sekunde. Normalerweise liege der Abfluss im Oktober bei 2,49.
Die mit Sachsen vereinbarten 20 Millionen Kubikmeter, die jährlich zur Niedrigwasseraufhöhung für Brandenburg und Berlin bereitstehen, sind den Angaben zufolge seit etwa drei Woche aufgebraucht. Deshalb müsse mit noch vorhandenen Reserven, etwa in der Talsperre Spremberg, sparsam umgegangen werden. Das Abpumpen aus Flüssen und Seen sei für Anlieger weiterhin verboten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 8. Oktober 2019 16:58 Uhr

Weitere Meldungen