Brand: Anwalt von Ex-NPD-Politiker legt erneut Revision ein

Brand: Anwalt von Ex-NPD-Politiker legt erneut Revision ein

Der Turnhallenbrand von Nauen (Havelland) wird voraussichtlich erneut ein Fall für den Bundesgerichtshof (BGH). Die Verteidigung des ehemaligen NPD-Politikers und verurteilten Brandstifters Maik Schneider hat Revision gegen das Urteil des Landgerichts Potsdam eingelegt. Das bestätigte das Gericht am Freitag. Wie Schneiders Anwalt Sven-Oliver Milke sagte, hatte die Verteidigung einen Befangenheitsantrag gegen die zuständige Kammer gestellt, der jedoch zu Unrecht abgelehnt worden sei.

Landgericht Potsdam

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Das Landgericht Potsdam.

Schneider war am Mittwoch im Revisionsprozess vor dem Landgericht Potsdam zu insgesamt neun Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 32-Jährige unter anderem im August 2015 gemeinsam mit einem Komplizen eine Turnhalle in Nauen anzündete, die für die Unterbringung von Flüchtlingen vorgesehen war.
Der Fall landete vor dem Landgericht, weil der BGH das erste Urteil gegen Schneider aufgehoben hatte. Aus Sicht der Richter hatte das Potsdamer Gericht einen Befangenheitsantrag der Verteidigung gegen einen Schöffen zu Unrecht abgelehnt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 4. Oktober 2019 15:46 Uhr

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