Ulrike Liedtke: Unterschiede zwischen Ost und West abbauen

Ulrike Liedtke: Unterschiede zwischen Ost und West abbauen

Brandenburgs Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke hat am Tag der Deutschen Einheit angemahnt, die Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland weiter zu verringern. «Die Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost und West bleibt eine große Aufgabe, der wir uns gemeinsam stellen müssen, in Ost und West», erklärte Liedtke anlässlich der Einheitsfeier am Donnerstag, die diesmal in Kiel stattfindet. «Feiern wir heute sanierte Städte, wirtschaftlich entwickelte Regionen und ganz viel Engagement der Menschen vor Ort.»

Ulrike Liedtke

© dpa

Brandenburgs Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke (SPD).

Die Landtagspräsidentin betonte auch den Wert der parlamentarischen Demokratie in Brandenburg. Dies «bedeutet tägliche Gestaltung, Arbeit, manchmal langwierige Prozesse bis zur Entscheidung», sagte Liedtke. «Aber immer ist sie eine große Chance, das Land selbstbewusst weiterzuentwickeln - lebenswert, friedlich, modern, vielfältig, tolerant und gleichrangig unter den 16 Bundesländern.» Liedtke ist in der vergangenen Woche zur neuen Präsidentin gewählt worden.
Im kommenden Jahr - wenn 30 Jahre Deutsche Einheit gefeiert wird - lädt Brandenburg zum zentralen Einheitsfest nach Potsdam ein. Der Plan sei es, inhaltlich den Schwerpunkt auf die Entwicklungen in den vergangenen 30 Jahren zu legen, sagte der Leiter der Stabsstelle Landesmarketing in der Staatskanzlei, Thomas Braune, den «Potsdamer Neuesten Nachrichten». Im Haushalt des Landes seien 3,2 Millionen Euro für die Feierlichkeiten vorgesehen. Potsdam plant dem Bericht zufolge mit Ausgaben von 550 000 Euro für 2019 und 2020.
Gastgeber der zentralen Einheitsfeier ist jeweils das Land, das den Bundesratspräsidenten stellt. Das ist ab November Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Er sollte am Donnerstag in Kiel den Staffelstab von Schleswig-Holsteins Regierungschef Daniel Günther (CDU) bekommen.
Mit mehreren Veranstaltungen erinnerte Brandenburg am Donnerstag an die Deutsche Einheit vor 29 Jahren. In der Landesvertretung in Berlin lud das Land zum Tag der offenen Tür und präsentierte sich als Film- und Medienland. Besucher konnten Stuntshows aus dem Filmpark Babelsberg sehen. In der Gedenkstätte Lindenstraße in Potsdam im ehemaligen Gefängnis- und Gerichtskomplex öffnete eine Ausstellung für Kinder ab acht Jahren über die Berliner Mauer mit dem Titel «Komm doch mal rüber!?». Die Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus zeigt seit Donnerstag die Ausstellung «Es war einmal die Mauer...» (12.00 Uhr) mit drei Malern, die zu DDR-Zeiten in West-Berlin lebten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 3. Oktober 2019 14:23 Uhr

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