«Zeit»-Studie: Ostdeutsche unzufrieden mit Demokratie

«Zeit»-Studie: Ostdeutsche unzufrieden mit Demokratie

Viele Ostdeutsche sind einer Studie der Wochenzeitung «Die Zeit» zufolge unzufrieden mit dem Zustand der deutschen Demokratie. 41 Prozent der Befragten gaben an, sie könnten ihre Meinung heute nicht freier oder sogar weniger frei äußern als noch vor dem Mauerfall, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Befragung hervorgeht.

58 Prozent erklärten demnach, sie fühlten sich heute nicht besser vor staatlicher Willkür geschützt. 52 Prozent zeigten sich unzufrieden damit, «wie Demokratie in Deutschland funktioniert». Genauso viele gaben an, dass sich die Hoffnungen der Einheit für sie im Großen und Ganzen erfüllt haben.
Für die Studie befragte das Institut «Policy Matters» im Auftrag der «Zeit» 1029 Bürger in den fünf ostdeutschen Bundesländern und Berlin. Der Soziologe und Ostdeutschlandforscher Raj Kollmorgen warnte den Angaben zufolge davor, jede ostdeutsche Kritik am Funktionieren der Demokratie sofort als «rechte Systemkritik» zu betrachten. Viele Ostdeutsche kritisierten die Demokratie auch aus kapitalismus- oder globalisierungskritischer Perspektive.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 2. Oktober 2019 16:32 Uhr

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