Wildsaatgänse: Umweltverbände hoffen auf Bestand-Erholung

Wildsaatgänse: Umweltverbände hoffen auf Bestand-Erholung

Umweltverbände in Brandenburg hoffen, dass sich das Jagdverbot positiv auf den Bestand der seltenen Wildsaatgänse im Land auswirkt. Die Jagd auf die Tiere, die in der Region überwintern, ist seit diesem Sommer verboten. «Wasservögel sind stark bedroht», sagte der Geschäftsführer des Brandenburger Landesverbands des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Axel Kruschat, am Mittwoch. In großen Schwärmen sei es schwer, die verschiedenen Arten zu unterscheiden. «Es ist sinnvoll, die Jagd einzustellen.»

Axel Kruschat

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Axel Kruschat, Landesgeschäftsführer BUND Brandenburg.

Mit dem Verbot erhofft sich auch Landesverband Brandenburg des Naturschutzbunds Deutschland (Nabu), dass sich der Bestand der seltenen Art wieder erholt. Es sei ein längst fälliger Schritt, hieß es. Die Bestände der Waldsaatgans ist in den vergangenen Jahren zurückgegangen. 2003/2004 waren deutschlandweit noch rund 35 000 Tiere zu beobachten. 2016/2017 waren es nur noch knapp 11 500.
Grau-, Bläss- oder Tundrasaatgänsen können weiterhin gejagt werden. In großen Gruppen können sie auf Feldern Schaden anrichten, wenn die Getreidesaat abgefressen wird.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 2. Oktober 2019 13:51 Uhr

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