Brandenburg hat höchsten Anteil an Langzeitarbeitslosen

Brandenburg hat höchsten Anteil an Langzeitarbeitslosen

Der Anteil der Arbeitslosen, die mindestens vier Jahre Hartz-IV-Leistungen beziehen, ist im bundesweiten Vergleich in Brandenburg am höchsten. Dort erhielten 58,5 Prozent aller arbeitslosen Hartz-IV-Bezieher Ende 2018 die Leistung seit vier Jahren oder länger, wie aus einer Statistik der Bundesagentur für Arbeit hervorgeht. In Bayern sind es im Durchschnitt nur 37,8 Prozent.

Arbeitslosigkeit

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Ein Mann geht an einem Schild der Bundesagentur für Arbeit vorbei.

Noch größer ist die Differenz im Vergleich der deutschen Landkreise: Der Kreis Oberspreewald-Lausitz hat gemeinsam mit Görlitz in Sachsen den höchsten Wert von 67,4 Prozent, im Kreis Eichstätt in Bayern sind es hingegen nur 14,4 Prozent. Auch andere Brandenburger Landkreise haben einen vergleichsweise hohen Anteil arbeitsloser Hartz-IV-Bezieher seit mindestens vier Jahren: Dieser liegt in Spree-Neiße, Uckermark und Elbe-Elster, der Prignitz und Märkisch-Oderland zwischen 66,3 und 60,1 Prozent. Potsdam hat eine Quote von 47,7 Prozent.
Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) erklärte, der unterschiedliche Anteil von Langzeitarbeitslosen mit Hartz-IV-Bezug etwa im Vergleich zu Bayern sei auf die sehr unterschiedlichen Arbeitslosenzahlen zwischen den ost- und westdeutschen Ländern vor einigen Jahren zurückzuführen. «Hieraus resultiert ein höherer Sockel langzeitarbeitsloser Menschen in Brandenburg», sagte Woidke.
Erfreulich sei aber, dass sich die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Land von über 61 000 im Jahr 2008 bis September dieses Jahres auf rund 25 000 mehr als halbiert habe. Für die Landesregierung sei es auch künftig eine vorrangige Aufgabe, die Zahl gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit durch Integration in den Arbeitsmarkt weiter deutlich zu verringern.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 1. Oktober 2019 17:41 Uhr

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