Lage an Spree und Schwarzer Elster angespannt: Zu trocken

Lage an Spree und Schwarzer Elster angespannt: Zu trocken

Cottbus (dpa/bb)- Trotz herbstlicher Temperaturen bleibt die Lage an den Flüssen Spree und Schwarze Elster weiter kritisch. Zu dieser Einschätzung kommt die länderübergreifende Arbeitsgruppe «Extremsituation», die alle zwei Wochen tagt. Die Fachleute für die Wasserbewirtschaftung berieten am Mittwoch Maßnahmen, um die Folgen der extremen Trockenheit in den Einzugsgebieten der beiden Flüsse zu begrenzen.

Schild "Schwarze Elster"

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Ein Schild mit der Aufschrift «Schwarze Elster» ist vor dem ausgetrockneten Flussbett zu sehen. Foto: Tino Plunert/Archivbild

Die Verdunstungsraten seien durch die kühleren Temperaturen zwar deutlich niedriger und die Situation nicht mehr so dramatisch wie im Sommer, sagte der Sprecher des Landesamtes für Umwelt, Thomas Frey, am Mittwoch. Trotzdem müssten die Grundwasserspeicher dringend aufgefüllt werden. «Am besten wäre lang anhaltender Regen und ein schneereicher Winter».
Besonders an der Schwarzen Elster bleibt die Situation angespannt. Durch zeitweisen Regen führe der Fluss auf kurzen Abschnitten wieder Wasser. Von Kleinkoschen bis zum Wehr Senftenberg im Brandenburger Abschnitt liege der Fluss aber auf einer Länge von vier Kilometern weiterhin trocken, sagte Frey.
In der Spree bewirkten die wenigen Niederschläge zuletzt, dass der Durchfluss des Wassers mit 4 Kubikmetern pro Sekunde am Unterpegel Leibsch leicht anstieg. Im August hatte er noch ein Niveau von 1,5 Kubikmeter pro Sekunde - normal sind 12,8.
Die mit Sachsen vereinbarten 20 Millionen Kubikmeter, die jährlich zur Niedrigwasseraufhöhung für Brandenburg und Berlin bereitstehen, sind den Angaben zufolge seit etwa einer Woche aufgebraucht. Deshalb müsse mit noch vorhandenen Reserven, etwa in der Talsperre Spremberg, sparsam umgegangen werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 25. September 2019 16:20 Uhr

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