Anhaltendes Niedrigwasser sorgt für mehr Algen in der Elbe

Anhaltendes Niedrigwasser sorgt für mehr Algen in der Elbe

Das anhaltende Niedrigwasser sorgt dafür, dass sich in der Elbe deutlich mehr Algen bilden. Dabei ist es aktuellen Messungen von Leipziger Wissenschaftlern zufolge so, dass die Konzentration vom sächsischen Schmilka bis zum Mündungsbereich im schleswig-holsteinischen Geesthacht ansteigt.

Forschungsschiff «Albis» untersucht Wasserqualität der Elbe

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Das Forschungsschiff «Albis» vom Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ) legt in Magdeburg ab. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert

Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) organisierte erstmals bei extremem Niedrigwasser eine mehrtägige Messfahrt zwischen den beiden Orten, um die Veränderung der Wasserqualität im Flusslauf der Elbe zu untersuchen. Die höhere Algenproduktion lasse sich dadurch erklären, dass die Wasserbereiche durch die niedrigen Pegelstände mehr Licht abbekämen und die Wassertemperatur steige. Beides seien gute Bedingungen für das Algenwachstum.
Die höhere Konzentration an Kieselalgen sei eher unerwünscht, aber nicht bedenklich, sagte UFZ-Forscher Norbert Kamjunke. Neben der Algenkonzentration prüften die Wissenschaftler an 24 Messstellen entlang des 580 Kilometer langen Flusslaufs auch Werte wie Temperatur, Trübung, pH-Wert oder Sauerstoffgehalt.
«Tiere sind nicht gefährdet. Alle Werte sind in einem Bereich, in dem sich alle wohlfühlen dürften», fasste Kamjunke bei einem Messstopp in Magdeburg zusammen. Die niedrigen Wasserstände seien kurzfristig vor allem für die Schifffahrt ein Problem, die nicht fahren könne. Außerdem trockneten viele Auengebiete aus, die allerdings «Hotspots der Artenvielfalt» seien, sagte der Leiter der UFZ-Forschungen zu Gewässerökologie, Professor Markus Weitere.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 10. September 2019 06:10 Uhr

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